Hoi An – alte Hafenstadt mit französischem Flair

8-9.11.2014: Nach Hue fuhren wir mit der Open-Bus-Tour weiter in die alte Hafenstadt Hoi An am südchinesischem Meer. Diese Stadt fasziniert durch französisches Flair, den kleinen Wohn-und Geschaftshäusern, den Versammlungshäusern, Tempeln und Laternen, die nachts beleuchtet eine gemütlich Atmosphäre schaffen. Außerdem machten wir einen Fahrradausflug an den Cua Dai Beach.

Am Morgen ging es weiter in die Küstenstadt Hoi An (145 km), die wir bereits nach 3 Stunden Fahrt erreichten. Nachdem wir am Busbahnhof ausgestiegen waren, liefen wir zunächst Richtung Altstadt, um uns eine Bleibe zu suchen. Nach einigen Nachfragen in Hotels und Hostels entschieden wir uns für das Nhat Huy Hoang Hotel mit einem großen Zimmer für 168000 VND. Nach einer kurzen Pause machten wir uns dann auf zu dem alten Handelshafen der Altstadt, die seit 1999 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt.

Zunächst suchten wir den Markt auf und deckten uns in der Mittagshitze mit frischen saftigen Früchten ein. Anschließend probierten wir erstmal im Teig frittierte Krabben bzw. Kokosnuss/Bananen.

Nachdem wir gesättigt waren, schlenderten wir über die Hafenpromenade und durch die Gassen am Flussufer. Die kleinen, alten, farbenfrohen Wohn- und Geschaftshäuser tragen ihres zur gemütlichen Atmosphäre bei.

Besonders interessant ist es hier einen Blick in die kleinen, auch teilweise versteckten Geschäfte zu werfen. Hier wird man überrascht mit schönen handwerklichen Produkten aus der Holzschnitzerei, der Schmuckschmiede, der Schneiderei und dem Lederhandwerk. Man kann zum Teil sogar dem Produktionsprozess zusehen. Einer der ausgefallensten Läden verkaufte Fahrräder aus Bambus. Die Hafenstadt zählt zur Hochburg der Schneider und so reihen sich in der ganzen Stadt eine Schneiderei an die andere. Zu schade, dass unsere Backpacks so voll und unser Reisebudget begrenzt ist.

Im Zeitraum vom 15. bis zum 19 Jahrhundert war Hoi An ein wichtiger südostasiatischen Handelshafen. Besonders chinesische und japanische Händler siedelten sich hier an und handelten mit Seide, Lackwaren und Porzellan. Dies prägte natürlich auch das Altstadtbild durch Verschmelzung einheimischer und fremder Einflüsse. Die Gebäude sind im Stil südchinesischer Kleinstädte gehalten.

Neben gut erhaltenen Tempeln und alten Gebäuden findet man in der Altstadt Gemeinschaftshallen, die erkennbar an den schön verzierten Toren sind, zum Beispiel das Tor zur Trieu Chau- und das Tor zur Fujian-Gemeinschaftshalle. Ein Wahrzeichen von Hoi An ist zudem die japanische Brücke Chùa Cầu, die den japanischen Teil der Stadt mit dem chinesischen verbindet.

Nachts ist Hoi An ein besonderes Erlebnis. Die ganze Stadt ist effektvoll mit vielen bunten Seidenlaternen erleuchtet. Wir bummelten gemütlich über den Nightmarket zwischen tollen Streetfoodständen und schön beleuchteten Restaurants und Bars am Flussufer.

Am nächsten Tag liehen wir uns Fahrräder (20000 VND, 1 USD) und starteten einen Ausflug an den Cua Dai Beach (7 km vor Hoi An). Der breite Strand ist sehr weitläufig und für Vietnam ausgesprochen sauber. Er zählt für uns definitiv zu einem der Schönsten in Vietnam. An diesem Tag gab es schöne, hohe Wellen und wir genoßen die stürmische See und die knallende Sonne.

Zurück in Hoi An gönnten wir uns leckeres vietnamesisches Streetfood und schauten uns die Altstadt mit dem Fahrrad an. Hier ist besonders entspannend, dass in der Altstadt Mopedverbot herrscht und somit die ruhige Atmosphäre unterstützt wird, was in Vietnam doch recht selten ist.

Insgesamt hat uns Hoi An sehr gefallen und gilt definitiv zu den Highlights in Vietnam. Hätten wir gewußt, dass es so toll ist, wären wir natürlich länger geblieben. Leider war aber die Weiterfahrt schon gebucht. Das gemütliche Flair lädt zum Chillen ein. Für jemanden, der von den stressigen und mopedüberfüllten Städten in Vietnam fliehen will, ist das eine der besten Adressen. Besonders beim Shoppen kann man wunderschöne Unikate ergattern oder sich auch Kleidung und Schuhe maßgeschneidert anfertigen lassen.

Die gesamte Gallerie findet ihr hier:

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