Ho Chi Minh City – Metropole im Süden Vietnams

14-16.11.2014: Die letzte Station unserer Open-Bus-Reise durch Vietnam war die Metropole  Ho-Chi-Minh-City, besser bekannt unter dem alten Namen Saigon. Hier gingen wir auf Sightseeing-Tour in der Innenstadtund besichtigten u.a. das Kriegsopfermuseum.

Die letzte Strecke der Open-Bus-Tour war relativ kurz. Von Mui Ne brauchten wir nur 5 h bis HCM-City, wo wir gegen 18 Uhr ankamen. Die Endstation war zum Glück das Backpackerviertel Pham Nguo Lao. Dort suchten wir uns in den kleinen Gässchen zwischen der Pham Nguo Laound der Bui Vien Street zunächst eine günstige Unterkunft (10 USD). Das Zimmer war relativ klein, aber für die zwei Tage Aufenthalt ausreichend.

HCM-City ist definitiv ganz anders als Hanoi. Die Stadt ist deutlich moderner und erinnert einen eher an Bangkok (nur ohne die Hochstraßen, den Skytrain und die Metro). Die Straßen sind, wie überall in Vietnam, voller Roller. Und das permanente Hupkonzert erinnert einen ständig daran, wo man sich eigentlich befindet.

Für uns war HCM-Stadt nur Zwischenstation auf dem Weg in den äußersten Süden, auf die Insel Phu Quoc. Aber wenn man schon mal da ist, kann man es sich auch anschauen. So gingen wir am nächsten Tag auf Sightseeing-Tour durch die Stadt. Ausgehend vom wuseligen Backpacker-Viertel Pham Nguo Lao spazierten wir vorbei am angrenzenden kleinen Park Cong Vien durch das Zentrum bis zum supermodernen Bitexco Financial Tower und weiter bis zur Statue von Tran Hung Dao, einem großen Feldherrn der Tran-Dynastie, am Fluss Song Sai Gon.

Weiter ging es vorbei am Saigon Opernhaus, am Hauptpostamt im alten Stil der Kolonialzeit und am Ho Chi Minh City Museum zur Parkanlage Tao Dang. Dieser Park ist die einzige größere Grünfläche in der City und wir genossen für einen kurzen Moment die Ruhe abseits des Rollerchaos. Dann schlossen wir die Runde und kehrten zurück in unser Guesthouse.

Am nächsten Tag stand noch ein Besuch des Kriegsopfermuseum an. Zwar wird man in Vietnam durch die vielen Kriegsveteranen immerzu an den Krieg erinnert, aber wir wollten so ein Museum auch mal von innen sehen. Wenn man das Museumsgelände betritt, steht man direkt zwischen altem amerikanischen Militärgerät. Mehrere Hubschrauber, Flugzeuge, Panzer, Flags und ähnliches.

Im Gebäude selbst gab es auf drei Stockwerken Tausende Bilder zu den verschiedenen Aspekten des Vietnamkriegs. Propagandaplakate, Fotos von Anti-Kriegs-Demos weltweit, Fotos von missbildeten Dioxin-Kindern.

Der Einsatz und die Folgen des Entlaubungsmittels Agent Orange, welches die Amerikaner zum Aufspüren der Guerillakämpfer des Vietcong verwendet haben und zu diesem Zweck großflächig über dem Dschungel versprüht haben, ist im zweiten Stockwerk das Thema.

Im dritten Stockwerk geht es um die Greultaten und die Kriegsverbrechen der amerikanischen Soldaten. Es kommt bei den vielen Bildern der Grausamkeiten schon ein seltsame Stimmung auf. Aber dennoch war es sehr informativ und auch interessant. Kann man empfehlen.

Am späteren Abend ging es dann auch schon weiter in Richtung der Insel Phu Quoc.

Hier die gesamte Galerie von Ho Chi Minh City:

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