Mu Ko Surin – Das Schnorchelparadies in der Andamanensee

7-11.01.2015: Nach Ko Phayam ging es in der Andamanensee weiter in den Nationalpark Mu Ko Surin. Hier schnorchelten wir und genossen die farbenprächtige Unterwasserwelt.

Morgens um 5.30 Uhr klingelte der Wecker, denn um 6 Uhr sollten wir mit den Motorradtaxis ans Pier von Ko Phayam gefahren werden, um die einzige Fähre um 8 Uhr nicht zu verpassen (60 Baht Taxi, 200 Baht Fähre). Wir verließen Ko Phayam aber erst verspätet gegen 9 Uhr. Naja, so ist das hier in Thailand mit der Pünktlichkeit. Auf dem Festland nahmen wir ein Sammeltaxi zu dem Busterminal von Ranong (30 Baht). Dort kauften wir die Bustickets und fuhren gegen Mittag los nach Kuraburi (110 Baht p.P.). In der Nähe von Kuraburi liegen die Piers, von denen die Speedboote auf die etwa 60 km vor der Küste liegende Inselgruppe Mu Ko Surin ablegen. Da wir gegen Nachmittag in Kuraburi ankamen, war es für die Überfahrt zu spät und wir mussten uns zwangsläufig eine Unterkunft suchen. Die Boottickets in den geschützten Mu Ko Surin Nationalpark verkaufen nur wenige Agenturen. Eine Agentur liegt direkt am Pier und eine in der Stadt Kuraburi, nämlich Tom & Am Tours. So kauften wir uns bei Tom & Am Tours die Speedboottickets für den nächsten Morgen (Hin und zurück, 1700 Baht, incl. 400 Baht Eintritt, p.P.) und organisierten uns auch gleich bei ihnen eine Unterkunft in einem Bungalow (290 Baht mit Frühstück). Wie wir erfahren hatten, wurde die langsamen Fähren auf die Insel mangels Nachfrage abgeschafft. Die Mitarbeiterin wusste auch, wie sie uns die Insel schmackhaft machen konnte. Das Wasser wäre so klar, dass es als Schnorchelparadies bekannt ist. Und die Vielfalt an Merrestieren wäre beeindruckend. Jaja, das hatten wir auch gelesen, aber ob es stimmt?

Am Abend spazierten wir noch über den Nachtmarkt und schlugen uns den Bauch mit leckeren thailändischen Spezialitäten voll. Anschließend machten wir noch unseren obligatorischen Einkauf für den Aufenthalt auf der abgeschiedenen Insel. Wer weiss, ob es dort auch gutes und günstiges Essen gibt? Lieber absichern.

Um 7 Uhr am nächsten Tag ging es voller Vorfreude los. Nach dem Frühstück bei Tom & Am Tours wurden wir mit weiteren Touristen an den Pier gefahren und warteten noch bis 11.30 Uhr auf das Speedboot bis wir endlich losdüsen konnten, im wörtlichen Sinne. Denn das Speedboot wurde seinem Namen gerecht. Schön so eine frische Brise. So kamen wir bereits nach 1 Stunde Fahrt kurz vor der Küste des Nationalparks an. Um die Korallenriffe nicht zu zerstören, wurden wir auf Longtailboote umgeladen, da diese einen nicht so tiefen Rumpf besitzen wie die Speedboote und sie für flaches Wasser eher geeignet sind. Wir trauten unseren Augen nicht als wir das Wasser sahen. Bereits aus dem Boot konnte man die Korallenriffe erkennen, so klar war das Wasser. Und die Farbe war überwältigend. Hallo Paradies, wir kommen!

Wir wurden am Strand rausgelassen und mussten noch ein paar hundert Meter laufen, bis wir endlich am Campingplatz ankamen. Wir hatten Glück, dass zu dieser Zeit nicht viele Touristen da waren, und bekamen so ein Zelt in erster Reihe direkt am Strand (340 Baht p.N. incl. Isomatten). Einfach traumhaft! Umgeben von weissem, feinen Sand und mega-türkis-farbenen Wasser! Verhältnismäßig günstiges Essen wurde im Camp auch angeboten. In diesem Fall hätten wir uns die mitgebrachte Verpflegung auch sparen können. Naja, konnte man nicht wissen.

Am gleichen Tag machten wir noch einen Spaziergang am Ufer. Neben dem traumhaften Strand gibt es in der Nähe des Camps auch noch einen schönen Mangrovenwald.

So schön der Strand und das Wasser auch sind, hat das Meer hier definitiv noch mehr zu bieten. Nur Chillen kann hier bei dieser hammer Unterwasserwelt sogar eine Zeitverschwendung sein! Die Nationalparkverwaltung selbst organisiert Schnorcheltouren für die Touristen mit Longtailboot (halber Tag, 150 Baht). Die Schnorchelausrüstung kann auch dort ausgeliehen werden (halber Tag, 40 Baht). Dies nutzten wir auch einige Male. Als wir dann in den nächsten Tagen ein paar Leute im Camp kennengelernt hatten, buchten wir uns zusammen ein eigenes Longtailboot mit Fahrer für einen Tag (3500 Baht, 9 Leute, incl. Trinkgeld). Da ein Japaner Stammgast in Surin war, kannte er hier alle guten Schnorchelspots. Und so besichtigten wir sogar einige Plätze, die von der Parkverwaltung gar nicht erst angefahren werden. Neben vielen bunten Korallen und Fischen (Highlights: Feuerfisch, Clownfisch, Moräne) sahen wir sogar einen Hai und einen Kraken. Supergeil!

Wir besichtigten auch ein Seenomadendorf auf einer der Surininseln. Wie wenig man doch zum Leben braucht, hier im Paradies.

Insgesamt war der Besuch von Mu Ko Surin einfach traumhaft. Nach vier Tagen Schnorcheln hatten wir beide einen heftigen Seegang drin, dass wir an Land nur rumtorkelten und der auch über Nacht nicht wegging. Und so beschlossen wir weiterzuziehen.

Die gesamte Galerie findet ihr hier:

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