Krabi – Die Mutter des Thai-Tourismus

20-25.01.2015 und 29.01.-01.02.2015: Nach dem kurzen Abstecher auf Koh Phangan ging es wieder zurück in die Andamenensee, wo wir zuerst mal Halt in der touristischen Küstenstadt Krabi machten. Von dort aus unternahmen wir Ausflüge an den weltberühmten Railay Beach und das nahgelegene Hong Island.

Ausgehend von Koh Phangan nahmen wir wieder die Raja Ferry auf das Festland mit anschließendem Bustransport nach Surat Thani City (310 Baht p.P.). Von dort aus ging es mit dem Minibus nach Krabi Town (300 Baht), wo wir gegen Abend ankamen. Dort suchten wir uns auf die Schnelle eine günstige Unterkunft für die Nacht und fielen todmüde ins Bett (Krabi Guesthouse, 350 Baht p.N.). Da wir die Dusche mitten im Zimmer nicht unbedingt ansprechend fanden, zogen wir am nächsten Tag ins Grand Hotel um (400 Baht p.N.). Hier ließ es sich schon eher aushalten.

Die Küsten der Krabiprovinz sind mit die bekanntesten in Thailand und ziehen jährlich riesige Touristenmassen an. Den Anblick der wunderschönen Felsformationen, die überall vor den Stränden aus dem Wasser ragen, kennt wohl jeder von den üblichen Thai-Postkarten. Hier liegt der Ursprung des thailändischen Tourismus. Und obwohl die Strände um Krabi mittlerweile ziemlich überlaufen sind, wollten auch wir uns mal ein Bild davon machen.

Die wohl bekanntesten Stände in der Nähe von Krabi-Town sind Ao Nang und Ao Railay. Der Railay Beach ist von hohen Kalksteinfelsen umgeben und nur per Boot ausgehend von Krabi-Town oder Ao Nang erreichbar. Wegen der wunderschönen Landschaft und dem schwierigen Zugang hatten sich in den 70-ern hier die ersten Hippies niedergelassen. Heute ist von dieser Abgeschiedenheit nichts mehr übrig geblieben. Die Touristen werden im Minutentakt mit Longtailbooten an den Railay Beach gefahren. Da unser Hotel auch nur 100 m von der Bootanlegestelle in Krabi-Town lag, konnten wir dem Treiben auch den ganzen Tag zusehen. Die ganze Zeit hörte man vor unserem Fenster „Railay, Railay!“-Rufe, mit denen die Bootboys die Touris anlockten. Auf Dauer schon ziemlich nervig. Aber irgendwie hat diese nicht sonderlich subtile Werbung auch uns neugierig gemacht und so beschlossen auch wir einen Ausflug an den Railay Beach zu machen.

Die Fahrt mit dem Longtailboot dauerte nur 30 min bis an die östliche Railay Bay. Dann mussten wir nur noch etwa 300 m über die total zugebaute Halbinsel an die westliche Railay Bucht, wo sich auch der berühmte Strand befindet. Wie gesagt, von Abgeschiedenheit kann man hier nicht mehr wirklich reden. Überall lagen unzählige Touristen und ließen sich in der Sonne braten. Im Wasser parkten ein Longtailboot neben dem anderen. So etwas hatten wir bis dahin noch nicht gesehen. Aber die superhohen den Strand begrenzenden Felsen waren schon sehr imposant und wir verstanden irgendwie die Faszination um die Bucht.

Anschießend machten wir noch einen kleinen Spaziergang an den benachbarten Ton Sai Beach. Da gerade Flut war, war dies auch nicht so einfach. Wir mußten durch das hüfthohe Wasser zwischen spitzen Felsen hindurch und dann noch ein Stück klettern. Der Ton Sai Strand war schon deutlich ruhiger als der Railay Beach. Auch hier waren die überhängenden Felsen von atemberaubender Schönheit. Ein Paradies für Kletterfans.

Auf dem Rückweg blieb uns noch etwas Zeit und wir beschlossen uns auch noch den Phra Nang Beach anzuschauen. Dummerweise muss man dafür wieder zurück an die East Railay Bay und über einen schmalen Pfad zum Phra Nang Beach. An diesem Pfad gab es auch noch einen Zugang zu einem Viewpoint und einer Lagune zwischen den hohen Felsen. Viewpoint-Klettereien, da stehen wir drauf! Nur dass, es hier steil etwa 150 m hoch geht hätten wir nicht gedacht. Die einzige Absicherung ist auch nur ein lose herunterhängendes Seil. Im Nachhinein müssen wir zugeben, dass dies schon eine ziemlich gefährliche Geschichte war. Dennoch, der Ausblick vom Viewpoint war sehr geil. Nur ob er das Risiko wert ist, muss jeder selbst entscheiden. Wir Unwissende haben es jedenfalls bis hoch geschafft. Zur Lagune geht es auf der anderen Seite dummerweise genauso steil herunter, und später natürlich wieder hoch. Anton ist den halben Weg hinuntergeklettert, hat es dann aber doch gelassen. Wir hatten an dem Tag kein Mittagessen gehabt und das Klettern bei der Hitze und Luftfeuchte ist nicht ohne.

Wieder unten auf dem Pfad angelangt liefen wir dann auch noch bis zum Phra Nang Beach. Auch der ist ganz nett. Tolles Wasser, Sand und Felsen. Wie auch schon die ganze Zeit. Sehenswert ist zudem die Princess Cave mit den Hunderten bunten Holzpenisen. Pärchen, die sich Nachwuchs wünschen, legen dort die Teile hin, in der Hoffnung der Fruchtbarkeitsgott hilft ihnen. Ja halt, ein riesiger Haufen Holzdildos… sieht man auch nicht jeden Tag.

Da langsam die Zeit knapp wurde, ging es nun im Laufschritt zurück an die East Railay Bay und wir nahmen wieder ein Langtailboot zurück nach Krabi-Town.

Ko Hong Tour:

Für den übernächsten Tag buchten wir uns eine geführte Tour auf eine der benachbarten, unbewohnten Inseln, Ko Hong (650 Baht p.P.). Die Bilder in der Agentur sahen toll aus und auf das überlaufene Ko Phi Phi hatten wir weniger Lust, daher Ko Hong.

Morgens wurden wir mit dem Tuktuk am Hotel abgeholt und zum Boot am Ao Nang Beach gefahren. Zuerst ging es dann an eine kleine Insel, die von den Guides „Paradise Island“ genannt wurde. Von wegen Paradies! Die Mini-Insel war zwar ganz nett, aber dadurch, dass so ziemlich alle Inseltouren hier Halt machen, so voll mit Menschen, dass man sich kaum frei bewegen konnte. Die kleine Bucht, in der man hätte schwimmen sollen, war zu 90 % mit Speed- und Longtailbooten zuparkt. Auf den restlichen 10 % sah man nur Chinesen mit ihren Schwimmwesten. Ihnen schien es dennnoch Spaß zu machen. Anscheinend sind sie diese Enge gewöhnt. Für uns war das eher nichts.

Nach einer Stunde Aufenthalt ging es dann endlich zur Ko Hong. Dort machten wir zunächst eine Rundfahrt durch eine schöne Lagune.

Danach ging es dann endlich an den Strand von Ko Hong. Dort wurden wir mit Mittagessen versorgt und konnten darauf ein paar Stunden am traumhaften Strand chillen. Der Strand mit dem feinen Sand und dem türkis-farbenem Wasser war echt klasse. Nur die vielen Touris nervten. Aber wir waren ja auch welche davon. Alles in Allem hat uns Ko Hong ganz gut gefallen. Und dass es voll wird, haben wir ja vorher schon geahnt, nicht zuletzt weil es auf halber Strecke zwischen Krabi und Phuket liegt.

Auf dem Rückweg gab es zum Abschluss noch einen kurzen Halt zum Schnorcheln an einer kleinen Felseninsel. Hier war es ganz witzig mitten in einem Schwarm bunter-gestreifter Fische zu schwimmen, die durch vom Boot zugeworfenes Futter angelockt wurden.

Hier die gesamte Galerie:

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