Koh Tao – Schnorcheln rund um die Insel

30.09.-02.10.2014: Die drittgrößte Insel im Südosten Thailands im Golf von Thailand ist die Insel Koh Tao. Durch ihre schönen Riffs und die Vielfalt an Korallen und Fischen ist sie ein beliebtes Ziel zum Schnorcheln und Tauchen geworden. Auch wir machten hier natürlich die obligatorische Schnorcheltour rund um die Insel und besuchten die Insel Koh Nang Yuan, die als Postkartenmotiv weltberühmt geworden ist.

Nach dem traurigen Abschied von Tanja und Bibo (reise-geil.de), machten wir uns gegen 11 Uhr mit Gepäck auf den Weg zum Koh Phangan Pier. Gekauft hatten wir die Fähretickets vom günstigen Reiseveranstalter Songserm bereits am Vortag (250 Baht p.P.). Nach einer 45-minütigen Überfahrt kamen wir dann gegen 16 Uhr in Koh Tao an. Die Fahrt zeigte bereits, dass sich diese Insel von den anderen zwei unterscheidet: Koh Tao war viel felsiger mit vielen steilen Abhängen und vereinzelten Buchten an der Ķüste. Die Bungalows an der Küste sind zumeist auf Felsen gebaut, gestützt von Holzstelzen. Der ĺängste Strandabschnitt und somit das touristisch am meisten erschlossene Gebiet ist der Sairee Beach.

Nach der Ankunft gingen wir unbeeindruckt an den aufdringlichen Tuktuk- und Taxifahrern vorbei und folgten der engen Strandpromenade am Sairee Beach. Der Weg führte uns vorbei an unzähligen Tauchschulen, Geschäften und Restaurants.

Die Unterkünfte in Koh Tao waren zu dieser Zeit ziemlich ausgebucht, was wir bisher noch nicht erlebt hatten in der Nebensaison. Deswegen hatten wir uns schon zuvor unsere Unterkunft, das Khun Ying Guesthouse am nördlichen Teil des Sairee Beach gesichert (booking.com). Das Khun Ying Guesthouse lag an der Hauptstraße der Insel und zählte zu den günstigeren Hostels (650 Baht p.N.). Das saubere Doppelzimmer war mit Ventilator, Fernseher, Kühlschrank und einer großen Fensterfront ausgestattet. Neben dem Gemeinschaftsbad konnte man auch die Gemeinschaftsküche ein Stockwerk tiefer nutzen. Dies ist von großem Vorteil, weil auf Koh Tao fast europäische Essenspreise vorherrschen.

Nachdem wir uns eingerichtet und noch ein bisschen am Blog gearbeitet hatten, gingen wir gegen Abend mal vor die Tür. Wir fanden unter den etlichen Restaurants nur eins, das relativ günstiges Thai-Food anbot. Als wir dann halbwegs gesättigt waren, suchten wir nach Aktivitäten für den nächsten Tag. Neben organisierten Trekkingtouren wurden hauptsächlich Schnorcheltouren (und natürlich Tauchen) angeboten. Da das Straßennetz nur im Westen der Insel ausgebaut ist und die interessanten Abschnitte lieber mit Allradfahrzeug anzufahren sind, ist hier eine Rollertour nicht zu empfehlen. Aber sowieso kommt man auf Koh Tao ja als erstes, um sich die marine Wasserwelt anzuschauen. Wir buchten also eine halbtägige Schnorcheltour (750 Baht p.P.), die so oder so ähnlich in jedem Reisebüro angeboten wurde. Da wir bis dahin noch nie schnorcheln waren, waren wir gespannt, ob es was für uns ist. Aber wenn es uns nicht gefallen würde, würden wir wenigstens die Insel sehen!

Am nächsten Tag (1.10) wurden wir früh morgens vom Reiseveranstalter vor dem Guesthouse eingesammelt und zur Zentrale in der Nähe des Piers gefahren. Wir erhielten dort unsere Schnorchelausrüstung und mußten unsere Namen für die Lebensversicherung hinterlegen. Danach ging es auf das Boot, wo uns während der Fahrt zur ersten Bucht zum Frühstück Kaffee, Tee und Gebäck angeboten wurde. Der Anblick der imposanten, riesigen Felsformationen an der Küste versüßte uns zudem die Fahrt.

Das erste Ziel war die Bucht Aow Leuk. Nachdem wir uns als blutige Schnorchelanfänger mit Schwimmweste ausgestattet hatten, setzten wir die Tauchbrillen auf und sprangen ins Wasser. Den ersten Blick unter Wasser werden wir wohl nie vergessen! Trotz des leicht bewölkten Himmels konnten wir die farbenfrohen Korallen und die bunten Fische glasklar sehen. Es gab keine Farbe, die nicht vorkam. Besonders die kleinen Zebrafische waren zutraulich. Wenn man ins Wasser ging, wurde man von einem Schwarm wie Nahrung umzingelt (natürlich ungefährlich). Uns wurde zum ersten Mal bewußt, dass man nicht unbedingt für teures Geld tauchen muß, um diese Schönheit und Farbenpracht der marinen Lebewesen zu sehen. Jetzt hatten wir eine neue Welt für uns entdeckt!

Darauf folgten noch die Hin Wong Bay, Aow Muang (Mango Bay) und Koh Nang Yan, wobei die erste Bucht (Aow Leuk) am schönsten war. Der Halt an der Shark Bay wurde aus irgendwelchen Gründen ausgelassen. Aber obwohl die Veranstalter uns versicherten, dass es auch in den anderen Buchten Haie gibt, haben wir leider keine gesichtet.

Dennoch haben wir viele tropische Fische gesehen. Um nur einige zu nennen:
Chevron barracuda (90 cm lang mit Zähnen)
Tailfin batfish
Longfin bannerfish
Malabar grouper
Titan trigger fish
Beaked coral fish
Zebra fish
Pink Anemone Fish
Rainbow fish

Es war wie in einem endlos riesigen Meerwasseraquarium. Leider haben wir dazu keine selbstgemachten Bilder, da wir zu dem Zeitpunkt weder eine wasserfeste Kamera noch eine wasserdichte Hülle besaßen.

Der letzte Stop war Koh Nang Yuan. Dies ist eine private Insel, weswegen auch Eintritt von 200 Baht p.P. verlagt wird. Auch ist die Mitnahme von Plastikflaschen auf die Insel verboten. Über Holzstege gelangten wir vom Boot an den Strand. Man sah Unmengen chinesischer Touristen. Für Chinesen ist Nang Yuan wohl die Hauptattraktion, wenn sie auf Koh Tao kommen. Da wir dort ca. 2 Stunden Aufenthalt hatten, war unser Plan sich zunächst den Nang Yuan Viewpoint anzuschauen und anschließend noch Schnorcheln zu gehen. Wir passierten weitere Holzbrücken auf dem Weg zum Aussichtpunkt und machten uns direkt an den Aufstieg über die Treppen. Nach 15 min zügigen Treppensteigens kamen wir auch schon an den Viewpoint und genossen die Aussicht auf Nang Yuan.

Das Schnorcheln an der Sandbank, welche die kleinere mit der größeren Insel verbindet war eher ernüchternd. Die eine Seite hatte bereits seinen Tribut an den Tourismus bezahlt: viele abgestorbene Korallen und wenige Fische. Die andere Seite besaß noch Korallen und Fische, jedoch war die Sicht durch das trübe Wasser nicht ideal und nicht vergleichbar mit den anderen Bays. Anton hat dennoch unter Wasser eine tennisballgroße Meeresschnecke mit wunderschöner Musterung gefunden. Diese wurde nach ausgiebiger Begutachtung am Strand wieder in die Freiheit entlassen.

Insgesamt hat uns der Ausflug super gefallen und kann nur weiter empfohlen werden. Ab jetzt steht nun, wenn möglich, auch Schnorcheln auf unserem Programm.

Zurück auf der Hauptinsel gingen wir noch etwas am Strand spazieren und schauten uns den traumhaften Sonnenuntergang an. Es sah aus, als würde der gesamte Himmel brennen. Auch die Strandbars sahen mit der gediegenen Beleuchtung recht einladend aus. Aber schaut selbst:

Alles in allem ist Koh Tao, wenn auch etwas teurer und weniger thai als Samui oder Phangan, einen Besuch wert. Mann kann super Schnorcheln und Tauchen. Unseres Wissens nach kriegt man auch nirgends die Tauchscheine günstiger als auf Koh Tao.

Antwort auf Koh Tao – Schnorcheln rund um die Insel

  1. Stefan sagt:

    Schöner Bericht. Schnorcheln rund um Ko Tao ist immer noch ein Erlebnis. Mir hat es in der Hin Wong Bucht und in der Tanote Bay am besten gefallen.

    Viele Grüße
    Stefan

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