Koh Phangan – das Städtchen Thongsala

24-30.09.2014: Nach 9 Tagen Koh Samui mussten wir uns schweren Herzens von der schönen Insel und dem gemütlichen Resort trennen. Unser nächster Halt sollte die Nachbarinsel Koh Phangan werden. Diese ist etwas kleiner als Koh Samui und berühmt für ihre Fullmoon-, Halfmoon- und Blackmoonparties. Außerdem hat sie auch sehr schöne Strände, die wir uns natürlich anschauen wollten.

Da wir das Ticket für die Fähre von Samui nach Phangan schon zuvor gebucht hatten (Songserm, 300 Baht, p.P., incl. Taxi zum Pier), mussten wir diese nur noch in die bunten Aufklebetickets umtauschen und schon gings los. Nach 45 min Fahrt kamen wir am Thongsala-Pier in Koh Phangan an. Direkt merkten wir, dass der Touristenandrang geringer war als auf Koh Samui. Da wir gerade außerhalb der Partyzeit ankamen und bis zu den nächsten Moon-Partys noch über 10 Tage waren, war dies wohl die Ruhe vor dem Sturm. Am Ausgang vom Pier belagerten uns, wie üblich, etliche Taxi- und Tuktuk-Fahrer sowie Hotelpromoter.

Unbeeindruckt machten wir uns auf den Fussmarsch mit zu unserem nahegelegenen Resort, dem Lime n Soda in Thongsala. Dieses hatten wir wegen der Nähe zum Pier, dem direkten Strandzugang und den guten Bewertungen im Internet zuvor auf www.booking.com gebucht. Beim Eingang vom Lime n Soda waren wir zunächst erstaunt von der Sauberkeit des Hofs und bezahlten direkt unsere Rechnung von 1197 Baht für 3 Nächte in einem Economic-Bungalow mit Ventilator. Als wir das Zimmer sahen, waren wir jedoch leicht schockiert.Trotz des niedrigen Preises war es eine Zumutung: ein heruntergekommenes, kleines, dunkles Zimmer mit Löchern in der Bettwäsche und im Moskitonetz. Unser erster Gedanke war: Zum Glück nur 3 Nächte! Die zusätzliche Härte war das Verbot des Verzehrs von Essen und Getränken, die von außerhalb des Resorts mitgebracht wurden. Dafür gäbe es ja das lizensierte Bar-Restaurant (mit astronomischen Preisen sowie lauten und aufdringlichen Teenagern als Barkeeper). Auch das Wi-Fi war sehr schwach und im Bungalow kaum zu empfangen. Unsere erste Backpacker-Lektion hatten wir nun auch gelernt: Nicht immer verbindlich im Voraus buchen! Lieber im Netz Vorauswahl treffen, Zimmer zeigen lassen und spontan entscheiden.

Sofort nach dem Einchecken ging es raus aus dem ungemütlichen Zimmer zur Erkundung der Umgebung. Trotz der Nähe zum Pier ist Thongsala ein kleines ruhiges Städchen. Die sehr flach abfallenden Strände sind eher nicht zum Schwimmen geeignet. Die Sauberkeit der Strände lässt auch oft zu Wünschen übrig ( ausgenommen es ist der hoteleigene). Die Preise für eine Mahlzeit sind um die 10-20 Baht höher im Vergleich zu Koh Samui. Zum Glück gibt es in Thongsala aber einen großen Tesco-Lotus, wo man sich günstig mit allem Möglichen eindecken kann. Zudem gibt es auch einen Nightmarket, wo man sich abends den Bauch vollschlagen kann.

Am übernächsten Tag (26.09)  machten wir uns auf die Suche nach einer neuen Unterkunft in der Nähe. Nachdem wir eine Vorauswahl über das Internet getroffen haben, kombinierten wir einen Strandspaziergang mit der Begutachtung dieser. Hier hat uns besonders das Resort Blue Parrot mit schöner Strandlage gefallen. Ein Doppelzimmer im Bungalow mit Ventilator gab es schon für 360 Baht. Die ruhige Strandbar lud zum Chillen ein und der Strand war halbwegs sauber. So zogen wir am darauf folgenden Tag in das Blue Parrot um.

Wir konnten nun gemütlich an der Strandbar abhängen und uns auch mal um den Blog kümmern.

Dort trafen wir, wie das Leben so spielt, auch ein weiteres Bloggerpärchen aus Berlin, Bibo und Tanja von Auszeitnomaden. Wir quatschten mit ihnen viele Stunden, sie erzählten uns Stories von ihren unzähligen Reisen und gaben uns einige nützliche Tipps zum professionellen Führen von Reiseblogs (Danke nochmal dafür! Wir versuchen diese nun auch umzusetzen.).

Schaut auch mal auf ihrem Blog vorbei. Es lohnt sich!

2 Antworten auf Koh Phangan – das Städtchen Thongsala

  1. Ben theis sagt:

    Was hat es mit dem schiff auf sich?

    • Anton sagt:

      Es ist ein ausgedientes Kriegsschiff der thailändischen Marine und trägt den Namen Koh Phangan. Ursprünglich diente es bei der amerikanischen Marine in Vietnam. Dann wurde es den Thailändern überlassen. Seit 2011 ist es ein Museum am Pier von Koh Phangan.

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