Ko Jum und Ko Lanta – Es darf auch etwas gechillter sein

25.01.-09.02.2015: Nach Krabi hatten wir dann doch genug vom Massentourismus und flüchteten auf die benachbarte, aber noch ursprüngliche Insel Ko Jum. Dort verbrachten wir einige gechillte Tage in Ruhe und Abgeschiedenheit und zogen dann weiter auf das etwas belebtere Ko Lanta.

25-29.01.2015: Ko Jum

Wir verließen Krabi mit der Fähre in Richtung Ko Lanta (380 Baht, inkl. Minibustransport zum Pier), denn Ko Jum liegt auf halber Strecke nach Ko Lanta. Nach bereits 1.5 h waren wir in Sichtweite von Ko Jum. Da aber kein Anlegesteg auf dieser Seite der Insel exisitiert, wurden wir mitten auf See rausgelassen. Aber kein Problem, wir mussten nicht an Land schwimmen. Wie immer sind Thais super organisiert. In diesem Fall waren es die Resort- und Bungalowbesitzer, die die Kunden mit Longtailbooten abholten. Alle Boote waren zunächst zusammengebunden und die Passagiere wurden auf diese verteilt. Da wir (wie immer) keine Unterkunft vorgebucht hatten, fragten wir einfach die einzelnen Bootsfahrer nach den Preisen. Ohne die Unterkunft gesehen zu haben, stiegen wir schließlich in das Boot vom „New Bungalow“, dass uns eine Nacht für 300 Baht anbot. Die günstigen Bungalows waren zwar nicht in den ersten Strandreihe, aber sonst für diesen Preis super.

Am Strand herrschte eine entspannte und chillige Atmosphäre, die wohl nicht nur durch die Reggaemusik aus der benachbarten Rastabar hervorgerufen wurde. Es gab sonst auch wenig Touristenverkehr an dem langen Strand, ab und zu ein paar wenige Spaziergänger. Sonst Ruhe pur. Dies gab uns auch Gelegenheit mal konzentriert zu arbeiten und zum Entspannen ab und zu ein bißchen zu Schwimmen. Abends wurde der Generator angeschaltet, so dass man Strom von 18-23 Uhr hatte, genauso wie Internet.

Es führte eine provisorische Straße durch den Dschungel zum nächsten Dorf, das ungefähr 30 Gehminuten von den Bungalows entfernt war. Auf dem Weg wachsen Kautschukbäume, die von den Einheimischen angezapft werden. Ansonsten eher weniger spektakulär. Interssanterweise waren etwa 80-90% der Touristen auf Ko Jum deutsch. Nach einiger Zeit haben wir sogar angefangen die Leute, die uns über den Weg liefen auf deutsch zu grüßen. Fast immer lagen wir damit richtig.

Das Hauptbewegungsmittel auf der Insel ist wie so oft der Roller. Neben einigen Lebensmittelläden gibt es auch paar Restaurants, die sehr gut und günstig waren, verglichen mit unserem Resortrestaurant. Wie wir später erfahren haben, gibt es auch einen Pier auf Ko Jum. Von dort setzen die einheimischen Thais auf das Festland über und nehmen dann den Bus. Dies ist anscheinend auch viel günstiger als die Touristenfähre zwischen Krabi und Ko Lanta. Naja hinterher ist man immer schlauer.

Letztendlich kann man sagen, dass Ko Jum eine ideale Insel zum Entspannen ist. Da die meisten Touristen nach Ko Lanta weiterfahren, ist diese Insel immernoch ein Geheimtipp. Irgendwie ist das kleine Koh Jum von den Touristenmassen bisher übersehen worden. Und das ist auch gut so!

Nach 4 Tagen verließen wir Ko Jum wieder in Richtung Krabi Town, wo wir ein paar Tage im Hotel nutzten, um uns das nächste Reiseziel auszusuchen. Für die letzten Tage in Thailand wollten wir es uns nochmal richtig gut gehen lassen. Eine ruhige Unterkunft am Strand sollte es sein aber auch mit etwas mehr Infrastruktur als auf Ko Jum (Strom, Internet, Straßen, Restaurants, 7-Eleven). Es standen mehrere Inseln zur Auswahl und da war Koh Lanta für uns der beste Kompromiß.

1-9.02.2015: Ko Lanta

Nun, da waren wir wieder Richtung Ko Lanta unterwegs, diesmal um wirklich auf der Insel abzusteigen. Von Ko Jum aus wäre natürlich der Weg viel kürzer gewesen, hätten wir vorher schon gewußt, dass wir da hin wollen. Aber so läuft es halt bei einer Weltreise, wenn man vorher nur grob geplant hat. Man macht, wozu man gerade Lust hat und fährt, wohin es einen gerade zieht. Und es ist auch schön diese Freiheit zu haben!

Wir fuhren diesmal über Land nach Ko Lanta mit Minibus und Autofähre (300 Baht p.P.). Wir steuerten direkt den Hippie-Beach Khlong Khong an, von dem wir im Netz gelesen hatten und fanden dort auch direkt eine nette Unterkunft, das Monkey Bungalows (500 Baht p.N.). Der ganze Strandabschnitt strahlte eine sehr entspannte Atmosphäre aus. Es waren hier etliche Reggaebars aneinander gereiht, alle superschön und bunt geschmückt. Überall hängen Leute in Hängematten oder chillen auf den Liegesesseln in den Bars. Man braucht wohl nicht zu erwähnen, dass bei einem solchen Publikum nicht nur Cocktails geschlürft werden, sondern auch der süße Geruch von Gras allgegenwärtig ist.

Der Strand an sich ist recht felsig und gerade bei Ebbe nicht der Beste zum Schwimmen. Aber umso schöner sind die traumhaften Sonnenuntergänge, wenn sich die Sonne zwischen den aus dem Wasser ragenden Felsen spiegelt.

Sonst genossen wir auch wieder die Bewegungsfreiheit mit dem Roller (200 Baht p.T.) und erkundeten die Westküste der Insel. Hier gibt es etwa 10 verschiedene Strände. Groß oder klein, etwas touristischer oder doch total einsam. Für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Uns persönlich hat besonders der Strand Nui Bay Beach gefallen… nicht besonders groß, von wunderschönen Felsen umschlossen und mit einer sehr ausgefallen kleinen Bar.

An einem Tag fuhren wir auch komplett bis zur Südspitze der Insel, wo es einen kleinen Nationalpark gibt. Hier kostete der Eintritt 200 Baht. Aber da wir etwas spät daran waren und es ansonst auch nur einen kleinen Rundweg in dem Park gab, verzichteten wir darauf.

Von Ko Lanta waren wir wirklich positiv überrascht. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt. Man kann gut feiern, aber findet auch eine ruhige Ecke, wenn man will. Mit dem Roller kann man jeden Tag zu einem anderen Strand, wobei sie alle unterschiedlich sind und jeder auf seine eigene Art toll. Wir planten 4-5 Tage zu bleiben, am Schluss waren es dann doch 9. Ko Lanta ist definitiv einer unserer Favoriten in Thailand.

Nach insgesamt fast 3 Monaten in Thailand können wir mit Überzeugung sagen: Thailand hat uns in seinen Bann gezogen. Wir waren schon sehr traurig das Land des Lächelns wieder zu verlassen, aber irgendwann musste es ja weitergehen. Und so ging es zum nächsten Ziel: Malaysia!

Hier die gesamte Galerie:

Antwort auf Ko Jum und Ko Lanta – Es darf auch etwas gechillter sein

  1. Andre sagt:

    Hallo, danke für den Bericht und die Fotos. Ich möchte im Winter ein wenig Inselhüpfen in Thailand machen. Ko Lanta habe ich auch auf den Plan. An Ko Jum habe ich nicht im Traum darangedacht. Nun steht die Insel mit auf meiner List. Danke und gruß Andre

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