Endlich wieder Thailand – Nordthailand und Bangkok

17.12.2014-02.01.2015: Nach dem Aufenthalt in Kambodscha freuten wir uns wieder auf das entwickelte Thailand, besonders auf die superleckere Thai-Ķüche. Wir entschieden uns die Weihnachtszeit in Nordthailand zu verbringen und Neujahr im schillernen Bangkok.

Der erste Stopp in Nordthailand sollte die ruhige Backpackerstadt Pai in der Nähe des goldenen Dreiecks sein. Wir buchten ein günstiges Busticket über Chiang Mai bis nach Pai bei einer Reiseagentur in einer Seitenstrasse der Khaosan Road in Bangkok (850 Baht p.P.). Die Agenturmitarbeiterin versicherte uns, dass wir nach Ankunft in Chiang Mai direkt einen Anschlußbus nach Pai bekommen. Uns kam das stresslose Kombiticket ganz gelegen, denn wir hatten in Bangkok bereits zwei anstrengende Nächte hinter uns. Unsere Unterkunft lag nämlich in der Partymeile Khaosan Road direkt an der lautesten Bar der Strasse (Budget Guesthouse, 350 Baht p.N.). Jede Nacht vibrierte die Bude von den Bässen bis in die Morgenstunden. Schlafen oder besser gesagt sich ausruhen konnte man nur mit Ohrstöpseln. Aber wir waren froh, dass wir so kurz vor Weihnachten was gefunden hatten, da die meisten günstigen Unterkünfte weit und breit ausgebucht waren.

20-23.12.2014: Pai

Am 19.12. gegen Abend ging es dann endlich los Richtung Pai. Der Bus nach Chiang Mai war eine Zumutung. Unsere Sitzplätze waren supereng, und auch die Federung des Busses war so hart, dass man bei jedem Schlagloch bis zu 50 cm hoch im Sitz geschleudert wurde. Sogar Thais reisen nicht unter solchen Umständen, aber irgendwie muss ja der niedrige Preis garantiert werden. Das hieß nochmal eine schlaflose Nacht, diesmal im Bus. Wir waren zumindest froh, dass unser Genick während der Fahrt noch heil geblieben war. Morgens wurden wir an einem improvisieren Busterminal ausserhalb von Chiang Mai rausgelassen, ohne irgendwelche Infos, wie es weitergehen sollte. Total übermüdet und ohne weiteren Plan standen wir nun da. Mit den anderen Touris, die auch nach Pai wollten, nahmen wir ein TukTuk zum offiziellen Busbahnhof (50 Baht p.P.). Dort suchten wir Hilfe am Schalter, leider vergebens. Keine Infos, keiner hat einen Schimmer von unserer gebuchten Tour nach Pai, keine Verantwortlichen unserer Reiseagentur. Wir begannen uns bereits mit dem Manager der Minibusagentur nach Pai anzulegen, als plötzlich vor uns ein TukTuk anhielt und uns der Fahrer zuwinkte. Dieses Gesicht kannten wir: es war der gleiche Fahrer, der uns hier abgeladen hat. Er hatte uns hier anscheinend falsch rausgelassen. Das hatte unsere Agentur wohl erst bemerkt, als sie den Minibus nach Pai irgendwo in der Stadt beladen hatte und wir fehlten. Na toll, dem armen Manager hier umsonst Stress gemacht! Also ab in die Stadt und irgendwann saßen wir dann auch endlich im richtigen Minibus nach Pai. Da Pai an der Grenze zu Myanmar liegt und die Thais viele Probleme mit illegalen Einwanderern haben, gab es unterwegs mehrere Polizeikontrollen. Der Fahrer bretterte mit Vollgas die steile und kurvenreiche Bergstrasse entlang. Etwas über 700 Kurven, wie wir später erfahren haben. Und vor jeder gab es eine Vollbremsung. Da wir ja auch nicht gerade fit waren, schlug uns die Fahrt sehr übel auf den Magen. Wir waren nicht die Einzigen: es gab mehrere Kotz-Opfer während der Fahrt, aber zum Glück nicht wir.

Pai ist eine relaxte kleine Backpackerstadt mit vielen Hippies und Rastas. Obwohl Pai selbst kaum Sehenswürdigkeiten besitzt, kann man hier gut entspannen, trekken, einkaufen und essen.

Es gibt viel Kunsthandwerk und bunte, schrille Kleidung. Besonders auch die vielen kleinen Accessoires, wie Taschen und Schals, hatten es Brigitte angetan. Ähnlich wie in Chiang Mai gibt es schöne Nachtmärkte und viele Souvenirläden, nur nicht in so großem Stil. Klein aber fein!

Ausgeflipptes Essen gab es auch, wie frittierte Eiscreme (ja, das kann man auch frittieren!), Insekten und eigentlich alles an Süßzeug, was das Herz begehrt.

Es gibt in Pai zudem eine wunderschöne weiße Buddah-Statue, erreichbar über 353 Stufen. Von dieser Tempelanlage aus hat man eine traumhafte Aussicht auf die ganze Stadt und das Tal.

Tagsüber war es in Pai recht warm, nur gegen Abend fielen die Temperaturen aufgrund der Höhenlage in unserer praktisch nicht isolierten Holzbude auf unter 10 °C (Evergreen guesthouse, 400 Baht p.N.). Darauf waren wir nicht wirklich vorbereitet und froren Nachts ordentlich, auch trotz der dicken Decken. Deshalb hatten wir bereits nach 3 Tagen genug und wollten wieder ins Warme.

23-29.12.2014: Chiang Mai, die Zweite

Für die Weihnachtszeit gönnten wir uns ein schönes Hotel in Chiang Mai (Zak Residence, 650 Baht p.N.) und machten ein paar Tage nichts ausser chillen und Weihnachtsfilme schauen. Auch bei 32 °C muss etwas Weihnachtsstimmung sein.

Nach Weihnachten wechselten wir dann in eine Unterkunft in die Altstadt Chiang Mai’s (9 Hostel, 400 Baht p.N.). Dort machte Brigitte endlich ihren heißersehnten thailändischen Kochkurs (800 Baht + 200 Baht für Anton als Zuschauer).

Anton hat sich seinen bei der Fahrt von Bangkok nach Chiang Mai herausgesprungenen Nackenwirbel bei einer traditionellen Thaimassage mit dem Ellenbogen wieder reindrücken gelassen (200 Baht). Und sonst machten wir das Übliche: sich vollstopfen mit leckerem Thai-Food (was wir so vermisst haben in Laos, Vietnam und Kambodscha) und shoppen auf Nachtmärkten.

Für Silvester war Bangkok geplant. Uns so buchten wir uns diesmal für den langen Weg zurück keinen Bus, nein, sondern einen Platz im Zug (431 Baht p.P.). Wir dachten, dass wir so etwas bequemer reisen könnten. Leider zu früh gefreut! Alle Plätze im Schlafwagen waren so kurz vor Silvester ausgebucht und wir mussten uns mit Sitzen in der zweiten Klasse begnügen. Eigentlich ja kein Problem, solange nicht, die klitzekleine Sache mit den Fenstern gewesen wäre. Tagsüber eine nette Sache bei der Hitze mit offenem Fenster zu fahren, aber Nachts nicht unbedingt angenehm. Die Fenster waren uralt und ließen sich dummerweise auch nicht schließen. Also hatten wir zwar einen relativ bequemen Platz, mussten uns aber was abfrieren, weil es im Norden nachts doch recht frisch werden kann. Wir zogen alles, was wir hatten, an und mummten sogar unsere Gesichter gut ein, trotzdem hatten wir uns eine Erkältung zugezogen bis wir morgens in Bangkok ankamen.

30.12.2014-03.01.2015: Bangkok

Die Tage um Silvester verbrachten wir im Hotel Bangkok 68 mit Pool auf dem Dach und guter Metro-Anbindung in die Innenstadt (700 Baht p.N.).

In Bangkok war an Silvester, wie überall, die Hölle los. In der Stadt wurden für die größte Party am Central World, dem Times Square von Bangkok, die umliegenden Straßen gesperrt und die ganze riesige Shoppingmeile zur Fußgängerzone erklärt. Jedes Geschäft stellte einen DJ an die Strasse und es dröhnte überall Musik jeglicher Art aus den Lautsprechern. Halt eine riesige offene Party, wie es in Thailand so üblich ist. So tanzten wir bei angenehmen 30 °C in das neue Jahr hinein.

Die vollständige Gallerie seht ihr hier:

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