Eigentlich Khao Sok Nationalpark, aber irgendwie dann doch Koh Phangan

11-20.01.2015: Der nächste planmäßige Stopp war der Khao Sok Nationalpark, wo wir trekken und Bootstouren auf dem See Ratchaprapha machen wollten. Doch nicht immer läuft alles nach Plan und so landeten wir schließlich wieder im Golf von Thailand auf dem schönen Koh Phangan, wo wir zwei alte Bakannte wiedertrafen.

11-15.01.2015: Khao Sok Nationalpark

Die nächste Station unserer Reise war der Khao Sok Nationalpark. Von Kuraburi aus fuhren wir mit einem lokalen Bus nach Takuapa (60 Baht), wo wir auf einen weiteren Bus nach Khao Sok umstiegen (90 Baht). Gegen Abend wurden wir schließlich an der Hauptstraße am Westende des Nationalparks rausgelassen. Jedoch waren es leider noch paar Kilometer bis zu den Unterkünften vor den Toren des Parks, so dass wir auf eine Mitfahrt angewiesen waren. Dies wußten auch die Thais, die an der Straße warteten, und nutzten dies, um uns verschiedene Unterkünfte mit gratis Transport anzubieten. Und wir griffen auch zu. Tatsächlich sah der Bungalow, wo wir hingebracht wurden, super aus und der Preis war auch ok (Khao Sok Evergren Bungalow, 400 Baht p.N.). Für die zweite Nacht wollte der Besitzer einen höheren Preis, was uns dazu veranlasste uns nach etwas Anderem, dazu mit besseren Internet, umzuschauen (Bamboo House, 300 Baht).

Das Angebot an geführten Touren in Khao Sok ist recht groß (wie Survival trekking, Camping im Dschungel, diverse Bootstouren…). Aber dafür sind auch die Preise für Thailand verhältnismäßig hoch (ca. 2500 Baht für eine 2-tägige Tour). Weswegen wir uns entschieden nicht mitzuziehen und erst mal den Nationalpark auf eigene Faust zu erkunden (Eintritt p.P. 200 Baht).

Die Westseite des Nationalparks besteht hauptsächlich aus Dschungel. Hier sind die meisten angebotenen Aktivitäten Wandertouren. Ohne Guides kann man aber nur wenige Wege ablaufen. Der Hauptpfad ist schön mit Bambus zugewachsen. Die Bambusstäbe greifen so ineinander, dass sie eine Art Dach bilden.

Verglichen zu anderen Trekkingpfaden, die wir in Thailand gesehen haben, war dieser jedoch nicht wirklich naturnah. Die rote Erde war einfach zu einem breiten Weg plattgewalzt. So hatte man nicht wirklich das Gefühl, dass man im Dschungel trekkt, sondern auf einer Straße. Nach ein paar Kilometern, am Ende dieses Hauptwegs führt dann ein kleiner und enger Pfad in den Dschungel zu mehreren kleinen Wasserfällen. Wir freuten uns endlich auf eine Herausforderung, den „richtigen“ Dschungel und was Sehenswertes, bis wir das rote Schild vor dem Pfad sahen: bei Eintritt ohne Guide Strafe von 1000 Baht. Ein Guide kostet witzigerweise genausoviel. So ne Abzocke! Wir ließen uns nicht darauf ein, besonders weil uns auch der Park bis dahin nicht wirklich von den Socken gerissen hatte. Unsere Meinung teilten wohl auch die meisten Leute, die auch an der gleichen Stelle stehenblieben und enttäuscht wieder umkehrten.

Wir drehten noch eine Runde am Fluss entlang des Weges und trafen dort eine Gruppe von Affen, was bei diesem Spaziergang unser persönliches Highlight war.

Auf dem Rückweg schlossen wir uns mit einem anderen deutschen Pärchen zusammen und liefen auch noch den zweiten, kürzeren Pfad ab. Dieser war aber auch nicht der Bringer und bietete nichts außer einem total verwucherten Weg mit ein paar zerfallenen Aussichtspunkten, wo es wegen dem dichten Dschungel aber auch nichts zu sehen gab. Dieser Pfad war wohl seit längerem schon aufgegeben und nach etwa einem Kilometer ging es dort gar nicht mehr weiter. Scheinbar gab es auch keinen Grund die marode Brücke zu reparieren. Das alles hätten die Mitarbeiter der Parkverwaltung am Eingang vielleicht erwähnen können. Aber lieber kassieren sie die 200 Baht und wünschen einem viel Spaß. Für einen kurzen Spaziergang im Wald muss man in Thailand normalerweise nix bezahlen. Deshalb ist unsere Meinung: Den Westteil von Khao Sok kann man sich getrost sparen!

Während wir bereits planten in den Ostteil von Khao Sok an den Ratchaprapha See weiterzuziehen, eröffnete sich für uns noch eine neue Option. Es meldeten sich bei uns Helena und Patrick, die wir in Rußland kennengelernt hatten, und erzählten uns, sie wären gerade auch in Thailand, auf Koh Phangan. Eine Flasche Gin hätten sie zudem auch noch im Kühlschrank. Das waren im Grunde nur 150 km Luftlinie von uns. Und so packten wir, ohne lange zu überlegen, unsere sieben Sachen und machten uns am nächsten Morgen auf den Weg nach Phangan.

15-20.01.2015: Haad Salad, Koh Phangan

Kurz nach 9 Uhr stiegen wir an der Straße in den Bus und waren gegen 11.30 Uhr in Surat Thani City (120 Baht p.P.). Wir suchten dort die Raja Ferry Agentur, die die günstigsten Tickets nach Koh Phangan anbot (310 Baht p.P., inkl. Transport zum Pier). Gegen 15 Uhr ging es dann endlich los und weitere 4 Stunden später waren wir dann auch schon am Pier in Thongsala auf Koh Phangan. Hier handelten wir noch einen Songthaew-Fahrer von 300 auf 150 Baht herunter und düsten dann durch die Dunkelheit an den 20 km entfernten Haad Salad Beach im Nordwesten von Phangan, wo Helena und Patrick auf uns warteten. Untergekommen sind wir übrigens im Smile Beach Resort, in der Nähe des Strandes (400 Baht p.N.).

Wir freuten uns riesig über das Wiedersehen mit Helena und Patrick und verbrachten die nächsten Tage mit ihnen. Tagsüber chillten wir am Strand und am Abend wurde erst mal lecker Thaicurry im Strandrestaurant gespeist und anschließend im Hotelzimmer gefeiert. Wir hatten uns einiges zu erzählen und der Alkohol im vollen Kühlschrank musste ja auch irgendwie vernichtet werden. Die Beiden gaben uns superviele Tipps für die Neuseeland, wo sie gerade herkamen und wir bald hin wollten. Im Gegenzug zeigten wir ihnen bei gemeinsamen Rollertouren unsere Lieblingsorte auf Phangan (Koh Phangan – Strände im Ost-Teil, Koh Phangan – Rollertour in den Nordwesten).

Danke euch nochmal für die schöne gemeinsame Zeit!

Die vollständige Galerie findet ihr hier:

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