Chiang Rai – die Stadt des weißen Tempels

07-09.10.2014: Unsere letzte Station im Norden von Thailand war die Stadt Chiang Rai. Diesen Stopp vor dem Grenzübertritt nach Laos nutzten wir zur Besichtigung des berühmten Wat Rong Khun, der umgangssprachlich auch einfach der Weiße Tempel genannt wird.

Ausgehend von Chiang Mai nahmen wir morgens um 9 Uhr einen Bus nach Chiang Rai (80 Baht für TukTuk zum Busterminal). Diesen hatten wir nicht über eine Agentur sondern direkt über das Internet gebucht (Greenbus, X-Class, 185 Baht p. P.). Bezahlt wurde das Ganze am Vortag bar im nächstbesten 7-Eleven (25 Baht Gebühr). Danke an Björn von http://travel.bjoerne.com für die Info. Nach 3-4 Stunden Fahrt kamen wir dann auch schon am Bus-Terminal 1 in Chiang Rai an (zuvor wurde auch der neuere Bus-Terminal 2 angefahren).

Wir suchten uns in der Nähe des Busbahnhofs ein günstiges Guesthouse (Baan Bua Guesthouse, 250 Baht für ein DZ mit Fan). Das Zimmer war klein und dunkel, das Bad war nicht sonderlich sauber und das WiFi recht schwach, aber es war ja nur für zwei Nächte.

Da es noch relativ früh am Tage war, entschlossen wir uns direkt zum Weißen Tempel zu fahren. Wir nahmen einen Local Bus vom Bus Terminal 1 (20 Baht p. P.). Ein Taxi für die ca. 20 km hätte fast das 10-fache gekostet.

Als wir am White Tempel ankamen, verschlug es uns die Sprache. Wir hatten ja schon einiges über den Tempel gehört und auch Bilder gesehen. Aber daß er in Wirklichkeit so schön aussieht, hätten wir nicht gedacht. Wie der Name schon vermuten lässt, ist der moderne Tempel ganz in weiß gehalten. Zudem sind überall kleine Spiegel in die Wände, Verzierungen und Statuen eingebracht. Dadurch glitzert und funkelt der ganze Tempelkomplex, wenn die Sonne drauf scheint.

Vor dem Tempel sind kleine Teiche angelegt und der Weg zum Eingangstor führt über eine wunderschön verzierte Brücke. Davor sind zwei Wächterfiguren plaziert, die die Brücke bewachen. Der Bereich vor der Brücke ist vielleicht sogar das Schönste am ganzen Tempel. Dort findet sich ein Meer von Händen, die sich aus dem Boden nach oben strecken und verschiedene Gaben, wie Gold oder Perlen, den Wächtern entgegenstrecken.

Das Händemeer wird begrenzt von sehr detailreichen, ineinander verschmolzenen Fratzen, Klauen und Figuren, die einem Horrorfilm entstammen könnten. Das Ganze mutet wirklich sehr surreal an, ist an Schönheit aber auch gleichzeitig kaum zu überbieten. Unser tiefster Respekt an die Künstler! Wir verbrachten gute zwei Stunden an der Brücke und schossen einige hundert Fotos.

Auch die Nebengebäude waren im gleichen Stil gehalten. Lediglich eines war golden und stach dadurch deutlich heraus.

Hier ist noch ein Panoramafoto vom White Temple (klicken zur Vollansicht):

In Chiang Rai gab es im Mai 2014 ein schweres Erdbeben (6.3 auf der Richterskala), wodurch leider auch einige Schäden am Weißen Tempel entstandenen sind. Am hinteren Nebengebäude sind immer noch Spuren des Bebens, wie eine umgeknickte Turmspitze und abgefallener Putz, erkennbar. Auch der Innenbereich des Tempels war zur Zeit unseren Besuchs im Oktober 2014 gesperrt. Aber es wird überall wieder aufgebaut und restauriert. Und auch jetzt lohnt sich ein Besuch, wie auf den Fotos unschwer zu erkennen ist.

Gegen 5 Uhr schließt der Tempel und so ging es mit dem Local Bus wieder zurück in die Innenstadt (Die Bushaltestelle befindet sich an der Hauptstraße).

Am nächsten Tag schlenderten wir etwas durch die Stadt, besichtigten den goldenen Clocktower und den Tempel Wat Jed Yod. Viel mehr gibt es Chiang Rai nicht wirklich zu sehen. Dann wechselten wir unsere letzten thailändischen Baht in US-Dollar für das Visa-on-arrival für Laos um und bereiteten uns für die Abreise aus Thailand vor.

Am nächsten Morgen fuhren wir gegen 8 Uhr mit einem Sammeltaxi vom Busterminal 1 zum Busterminal 2 (15-20 Baht, je nach Anzahl der Passagiere) und kauften uns dort die Tickets in den laotischen Grenzort Houai Xai (Provinz Bukeo, The Transport Co LTD, 220 Baht p. P.). Die Fahrt dorthin dauerte etwa 3 Stunden. Der Bus fuhr direkt über die Friendship Bridge 4 und wartete am Grenzübergang bis wir unsere Visa-on-arrival erhalten haben (30 USD p. P., 20 min) . Es verlief alles sehr unkompliziert und so kamen wir gegen 13 Uhr am Busbahnhof von Haouai Xai an.

Hier noch, wie immer, die gesamte Gallerie:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.