Chiang Mai – Tagesausflug

06.10.2014: Nachdem wir erste Eindrücke von der Stadt Chiang Mai gesammelt hatten, buchten wir uns einen eintägigen Ausflug ins Umland mit vollem Programm: Besuch einer Orchiden- und Schmetterlingsfarm, Elefantentrek, Dschungeltrek zu einem Wasserfall, White Water Rafting, Bamboorafting und Besuch eines Hilltribe Dorfes.

Wir buchten den Ausflug in unserem Guesthouse. Sindy (Besitzer des Sindys guesthouse) versicherte uns, dass er uns die beste Eintages-Trekkingtour in der Umgebung von Chiang Mai aussuchen würde. Zusätzlich machte er uns auch einen guten Preis von 750 Baht pro Person (statt 1100 Baht). Der Zeitplan dieser Tour war recht stramm, jedoch war es so möglich in verschiedene Aktivitätsformen reinzuschnuppern. Und so konnten wir schon mal eine Idee bekommen, was wir bei unserem nächsten Besuch in Thailand weiter vertiefen.

Wir wurden morgens mit einem Songthaew (Sammeltaxi), in dem bereits eine Gruppe von Chinesen saß, abgeholt. Bei der folgenden zweistündige Fahrt quetschten wir uns mit 10 Leuten in dem Taxi und bretterten über die Autobahn zum ersten Ziel, einer der Orchideen- und Schmetterlingsfarmen in Mae Rim. Da wir bereits Verspätung durch das Einsammeln der Leute hatten, wurden die Orchideen- und Schmetterlingsfarm in 15 min abgehandelt. Trotz der kurzen Zeit genossen wir die Schönheit der Orchideen.

Besonders beeindruckten uns die schönen Schmetterlinge, die wir bisher in dieser Vielfalt und Größe noch nicht gesehen hatten.

Danach machten wir uns auf den Weg in die Natur zum Elefantencamp. Auf dem Weg dorthin passierten wir viele saftig-grüne Reisfelder. Das Umland von Chiang Mai ist wirklich sehr schön und auf jeden Fall trekking-geeignet.

Bei Ankunft im Camp kauften wir eine Tüte Bananen, den Lieblingssnack der Elefanten. Wenn wir auf den Tieren schon reiten, dann sollten sie auch was davon haben. Als die Elefanten ankamen, machten wir uns zunächst bekannt. Zu unserer Überraschung hatten wir in der Herde auch einen kleinen Babyelefanten dabei.Total süß. Der Kleine war so verspielt, dass er den Großen direkt die Show stiehl. Wir verfütterten ein paar Bananen und stiegen zu zweit auf einen Elefanten. Brigitte nahm auf dem Sitz Platz und Anton setzte sich, nach alter Mahutmanier, auf den Elefantenhals. Einen kurzen Augenblick später merkten wir, was für ein Glück wir hatten. Denn uns wurde der Mamaelefant zugeteilt und somit wurde der Babyelefant zu unserem Begleiter. Während dem Ritt streckte uns der Mamaelefant dauernd den Rüssel nach Bananen entgegen. Dies eiferte der kleine Babelefant natürlich nach. Er stieß mit dem Rüssel regelmäßig von der Seite an Brigittes Bein, um auf sich aufmerksam zu machen. Ganz schön schlau der Kleine. Und so wurden abwechselnd beide gefüttert. Auf dem Weg riss der Mamaelefant zudem Grünes vom Wegrand ab und fütterte ihr Baby damit. Es war ein herrliches Erlebnis auf dem Rücken der tonnenschweren Tieren zu sitzen, die dabei dennoch so friedlich und zutraulich sind.

Nach dem halbstündigen Ritt verabschiedeten wir uns von den Elefanten und mussten als nächstes einen Fluss überqueren. Statt einer Brücke nutzten wir hier ein „Cable cage“: Über den Fluss war ein Seil gespannt, an dem ein rollender Käfig befestigt war. Auf der anderen Seite erwartete uns schon unser Mittagessen, das in einer einfachen Hütte, eingepackt in Bananenblättern, auf dem Tisch lag. Es gab, wie meistens in Thailand, ein leckeres Reisgericht. Während der Mahlzeit beobachteten wir noch „unsere“ Elefanten, wie sie sich im Fluß ein Bad gönnten.

Anschließend ging es mit dem Auto weiter zum Wasserfalltrekking. Der Weg zum Wasserfall führte uns etwa 45 Minuten durch den Dschungel, über Baumstämme und Felsen. Der Wasserfall selbst war nicht besonders breit aber doch relativ hoch und mit einem Wasserbecken, das auch zum Schwimmen einlud. Zwar war der Wasserfall nicht so beeindruckend und für unseren Geschmack zu touristisch, aber der Trek war definitiv eine schöne Abwechslung. Insgesamt brauchten wir dazu zwei Stunden.

Als nächstes ging es zum White Water Rafting am Fluss. Da wir das vorher noch nie gemacht haben, hatten wir schon ein bißchen Bammel. Vor dem Einstieg wurden uns vom Guide die Standardregeln erklärt und es gab eine kurze Trockenübung. Dann ging es auch schon los. Etwas unsicher fuhren wir in Fünfergruppen den Fluss herunter. Da kam die erste Stromschnelle und wir stießen direkt an einen Felsen, wobei sich das Boot um 180 Grad drehte und wir nun rückwärts drifteten. Bis wir das Boot wieder gerade gerichtet hatten, kam uns schon die Nächste entgegen. Das Boot stieß tief nach unten ins Wasser, wobei alle Insaßen ordentlich naß wurden. Das ganze Boot war voller Wasser, aber zum Glück waren wir nicht gekentert und noch alle an Bord. In den ersten Sekunden, wenn man mit dem Boot ins Wasser eintaucht, wird einem die Kraft der Natur bewusst und man merkt, dass man nicht immer alles unter Kontrolle haben kann. Es folgten zwei weitere, nicht so kleine, Stromschnellen. Anschließend schipperten wir dann ruhig den Fluss runter bis wir an die Bambusflöße kamen. Hier hieß es im Wasser umsteigen. Das Ganze war schon eine sehr wacklige Angelegenheit. Dazu war das Gewicht von 10 Leuten recht schwer und so wurde das Floß leicht unter die Wasseroberfläche gedrückt. So fuhren wir dann mit dem (Unterwasser-)Bambusfloß noch ein Stück flussabwärts.

Nachdem wir anschließend unsere nassen Sachen am Ufer gewechselt haben, ging es noch zu einem kurzen Stopp in ein Hilltribedorf. Dabei fanden wir beide, daß das eigentlich nur eine Touristenabzocke ist. Wir wurden an eine Straße gefahren mit vielen Souvenirständen. An diesen standen alte Omas in traditioneller Tracht, die Armreifen und anderes Kleinzeug verkauften. An jedem Stand gab es so ziemlich das Gleiche. Diese Aktion dauerte auch nur 10 min. Dann ging es pünktlich zur Rushhour in Chiang Mai nach Hause.

Insgesamt hat uns die Tour sehr gut gefallen. In einer kleinen Gruppe konnten wir für wenig Geld in verschiedene Aktivitäten reinschnuppern. Dabei hat uns besonders das Rafting beeindruckt und wir werden es definitiv mit noch höheren Schwierigkeitsstufen wiederholen. Auf jeden Fall eine Empfehlung wert!

Hier noch die gesamte Galerie vom Ausflug:

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