Chiang Mai – die Perle des Nordens

04-07.10.2014: Unsere Reise führte uns als nächstes in die Stadt Chiang Mai im Norden von Thailand. Diese ist berühmt für ihre zahlreichen Tempel, die großen Märkte und die entspannte Atmosphäre. Nicht zuletzt eignet sie sich auch super als Ausgangspunkt für Ausflüge in das Umland.

Etwas erschöpft von der zweitägigen Reise mit dem Sleeping Train (Koh Tao-Chumpon-Bangkok-Chiang Mai) kamen wir gegen 13 Uhr am Bahnhof in Chiang Mai an. Wie üblich lauerten hier schon einige TukTuk-Fahrer und Hotelpromoter auf die Neuankömmlinge. Da wir mittlerweile beschlossen hatten keine Unterkünfte über das Internet im Voraus zu buchen, informierten wir uns bei ihnen über die Preise. Einige Angebote hörten sich gar nicht mal schlecht an. Einer der Fahrer bot uns sogar an uns ganz umsonst und unverbindlich zu einem Hotel in der Innenstadt zu fahren. Dies könnten wir uns anschauen und dann entscheiden, ob wir es nehmen. Die Altstadt mit den meisten Hotels/Hostels und Sehenswürdigkeiten ist etwa 3-4 km vom Bahnhof entfernt, daher waren wir so oder so auf ein Taxi/TukTuk angewiesen. Also nahmen wir das Angebot an und ließen uns in die Altstadt kutschieren. Das Hotel war ganz nett (300 Baht für ein geräumiges DZ mit Fan), mit Pool und Restaurant. Aber nachdem wir einen Hotelgast nach der Qualität des WiFi fragten und er meinte es wäre recht schwach, entschieden wir uns doch noch weiter umzuschauen. Gutes WLAN ist für uns eines der Hauptkriterien bei der Wahl der Unterkunft.

Wir suchten uns ein kleines Restaurant mit Free WiFi (nicht ganz so einfach zu finden wie im Süden oder in Bangkok), aßen was und suchten uns im Internet (booking.com) ein paar ordentliche Hostels in der Nähe aus. Nach der anschließenden Begutachtung fiel die Wahl auf das Sindys Guesthouse. Das Doppelzimmer mit Fan war nicht besonders groß, aber ruhig, sauber und günstig (250 Baht p.N.). Zudem war das Internet für thailändische Verhältnisse superschnell (Upload: 2-3 Mbit). Zwar kam uns der junge Besitzer Sindy leicht verwirrt und ungewohnt touchy vor, war aber auch sehr freundlich und kümmerte sich um alles worum wir ihn baten. Wir blieben dort zunächst für eine Nacht und verlängerten danach um zwei weitere Nächte. Auf jeden Fall eine Empfehlung wert!

Am Nachmittag gingen wir die benachbarte Tempelanlage Wat Chiang Man besichtigen und schlenderten etwas durch die Stadt. Chiang Mai ist nicht klein, aber doch um einiges ruhiger als Bangkok. Zumindest in der Altstadt konnten wir überall die Staßen überqueren ohne Angst zu haben von einem Auto oder Roller angefahren zu werden. Man wurde auch nicht von den ständigen „TukTuk, TukTuk“-Rufen genervt. Wenn einer mal vorbei fuhr, hupte er kurz und wenn keine Reaktion kam, wurde man nicht weiter belästigt. Ab und an sah man Touristen gemütlich durch die Gegend radeln. Abends waren die Tempel mit stilvoller Beleuchtung wunderschön in Szene gesetzt. Kurz gesagt, es war alles sehr friedlich und entspannt.

Gegen Abend gingen wir, dank eines Tipps von Sindy, auf den Saturday Nightmarket. Dieser befindet sich am südlichen Rand der Altstadt und bietet viele Möglichkeiten sich durch die nordthailändische Küche durchzuprobieren. Es gab einfach alles: Suppen, Reis- und Nudelgerichte, Fleisch, Fisch, Seafood, Pankakes, Fruchtshakes und und und.. Auch die Preise waren voll in Ordnung (für 100-200 Baht wird man riiiichtig satt).

Weiterhin wurden abseits der Essenstände auch Kleidung, Taschen, Handwerkskunst und alles, was man sonst so auf Märkten findet, angeboten .. und das zu sensationell günstigen Preisen. Da konnten sogar wir nicht widerstehen uns einige kleine Souvenirs zu kaufen.

Am darauffolgenden Tag chillten wir etwas und schrieben ein paar Sachen für den Blog. Dann ging es abends auf den Sunday Nightmarket. Dieser wird ziemlich zentral in der abgesperrten Altstadt aufgebaut. Die Vielfalt der angebotenen Waren war unserer Meinung nach sogar noch größer als am Vortag. Hier gabs auch viele Künstler, die ihre Gemälde anboten. Einige davon waren richtig gut. Bei der Qualität und solch unschlagbaren Preisen mussten wir zugreifen. So kauften wir uns zwei Bilder als Andenken für unsere zukünftige Wohnung im fernen Deutschland (je 250 Baht).

Es gab wunderschöne Kleidung und Taschen aus allen möglichen, teils exotischen Materialien, wie u.a. Krokodil- und Schlangenleder oder aus ausgemusterten Jeans. Auch verschiedene Stoffpuppen, witzige Legofiguren, bunte Seifen sowie kunstvolle Glas-, Keramik- und Tonwaren wurden angeboten. Man sah wirklich alles was das Herz begehrt..

… und noch einiges mehr. An einem Stand blieben wir etwas erstaunt, aber auch fasziniert stehen. Auf mehreren Blechen waren große Haufen frittierter Insekten aufgehäuft. Es gab Grillen, Maulwurfsgrillen, Seidenspinner, Grashüpfer, Taumelkäfer und noch ein paar andere Leckereien. Wie oft kriegt man schon mal eine Chance so etwas zu probieren, dachten wir uns. Die Verkäuferin empfahl uns die Seidenspinnerraupen. Also nahmen wir einen kleinen Beutel (20 Baht) und probierten vorsichtig. Es hat uns im ersten Moment etwas Überwindung gekostet, aber nach der ersten Raupe ging es. Es schmeckte wie Popcorn! Kann man jedem nur empfehlen.

Schon fast auf dem Rückweg hörten wir plötzlich für Thailand untypische Klänge. Ein Trio aus Didgeridoo-Spielern gab ein kleines Konzert inmitten der Menschenmenge. Unterstützt wurde das Ganze von einem treibenden Beat, den ein Trommler vorgab. Ein klasse Sound von den Jungs, die sich die TuKu Didgeridoo Band nennen. Wir setzten uns auf den Boden und lauschten der Vorführung für eine gute Stunde. Fasziniert von dem grandiosen Zusammenspiel kauften wir auch noch eine CD der Band (200 Baht).

Schaut euch auch mal die Videos an, die wir aufgenommen haben:



Für den nächsten Tag buchten wir uns einen Ausflug zu einer Schmetterlings- und Orchideenfarm, zu einem Wasserfall und zum Elefantentrekking außerhalb der Stadt (gesonderter Artikel).

Anschließend wurden die ganzen tollen Souvenirs, die wir auf dem Markt erworben hatten, zur Postfiliale in der Nähe des Nightbazar gebracht, in eine Pappkiste (ca. 40x80x20 cm, 2.1 kg) gepackt und in die Heimat geschickt (per Schiff, 2 Monate, ca. 1000 Baht ).

Chiang Mai hat uns super gefallen. Die Stadt hat einen besonderen Charme. Es ist alles gediegener und entspannter als im Süden. Es gibt viele schöne Tempel, auf den Märkten findet definitiv jeder etwas und man kann viele Ausflüge in das grüne Umland unternehmen. Daumen hoch für Chiang Mai. Wir kommen wieder!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.