Moskau, Moskau – Rußland ist ein schönes Land

15-16.08.14: Endlich geht es los! Wir brechen auf und das erste Ziel unserer Weltreise führt uns in die russische Hauptstadt Moskau. Das letzte mal für mich ist schon 23 Jahre her und die Erinnerungen sind verblasst. Damals war Moskau noch die Hauptstadt der kommunistischen Sowjetunion. Heute ist vieles anders..

Gestartet sind wir in Köln-Bonn und nach nur 3 Stunden kamen wir schon am Domodedovo-Flughafen in Moskau an. Durch Kontakte meiner Mutter waren wir nicht ganz allein auf uns gestellt (Danke nochmal!) und wurden vom Sohn einer ihrer ehemaligen Klassenkammeradinen, Alex, in Empfang genommen. Die Temperaturen waren um die 28 °C und es war sehr schwül. Von wegen kaltes Russland, es war definitiv angenehmer als vor einigen Stunden im verregneten Deutschland. Wir fuhren mit dem Express-Zug in die Innenstadt, machten die erste Erfahrung mit der Moskauer Metro und nisteten uns daraufhin in unserem Hotelzimmer in Arbat ein, welches Alex vorab für uns gebucht hatte. Die Top-Lage wurde uns beim Blick aus dem Fenster klar, wir sahen direkt auf der gegenüber liegenden Strassenseite das russische Parlament, die Duma.

Am nächsten Vormittag ging es auf Besichtigungstour. Vorbei an Burger King und Dunkin Donuts ging es die Arbat-Strasse entlang in Richtung Kreml. Dort trafen wir Alex, der freundlicherweise die Führung übernahm.

Da unsere Zeit für Moskau relativ knapp bemessen war, verzichteten wir darauf in den Kreml hinein zu gehen, und entschlossen uns lieber etwas durch die Stadt zu schlendern. Auffällig war die hohe Polizeipräsenz, was es nicht so einfach machte bis zum Roten Platz vorzudringen. An vielen Stellen waren Kontrollpunkte mit Metalldetektoren eingerichtet, wodurch sich zum Teil sehr lange Touristenschlangen bildeten. Zum Glück kannte Alex sich gut aus und führte uns über einen kleinen Umweg durch die berühmte GUM-Einkaufsgallerie an den Roten Platz. Interessanterweise waren dort keine Kontrollen und wir kamen ohne anzustehen direkt dort hin. Die Swetoj Wassilij-Kirche, eines der Wahrzeichen Moskaus, ist mit ihren bunten Kuppeln wirklich eine Pracht.

Weiter ging es am Moskva-Ufer entlang, vorbei an der Kreml-Mauer, bis zur Christa-Spasitilja-Kirche. Beeindruckend waren die fünf in der Ferne sichtbaren Stalin-Bauten, welche in Form eines Sterns bzw. Pentagrams um den Christa-Spassitilja gelegen waren. Daher wird gemunkelt Stalin wäre ein Okultist gewesen 😉 . Es war schon später Nachmittag, daher kehrten wir in ein kleines gemütliches Cafe ein, wo wir eine Lassagne bestellten. Diese sah zwar im Grunde aus wie das italienische Original, jedoch merkten wir nach dem ersten Bissen, dass die Teigböden aus Blinis (Crepes) bestanden. Eine interessante Variation. Der anschließend servierte Cappuccino war kunstvoll mit Milchschaum verziert und wurde von uns sehr genossen.

Danach holten wir unser Gepäck im Hotel ab und brachten es zu Schließfächern am Kiewer Bahnhof. Von dort hatten wir auch einen beeindruckenden Ausblick auf die Skyline des modernen Moskauer Bankenviertels.

Die Zeit bis zur Abfahrt zum Flughafen Vnukovo nutzten wir dann um die historischen Moskauer Metrostationen, welche zu den schönsten der Welt zählen, zu besichtigen. Auf den Rolltreppen hinunter muss man aber schon schwindelfrei sein, denn es ging zum Teil gefühlte hundert Meter in die Tiefe. In einer dieser Stationen waren sehr schöne Metallstatuen von Partisanen aus dem 2. Weltkrieg aufgestellt. Wie Alex uns erklärte ist es Brauch die Schnauzen der Partisanen-Hunde im Vorbeigehen zu streicheln. Dies soll Glück bringen. Damit angefangen haben Studenten vor wichtigen Prüfungen, aber mittlerweile haben auch alle anderen dies übernommen. Die Kiewer Metrostation war auch sehr schön gestaltet, mit vielen Tafeln zu Ehren der Freundschaft zwischen dem russischen und dem ukrainischen Volk. Etwas bizarr angesichts der heutzutage angespannten politischen Situation. Eine andere Metrostation, die uns als Chemiker besonders gut gefallen hat, war die Mendelejew-Station. Dort ist zum einen das Periodensystem in seiner frühen Form gezeigt. Zum anderen sind die Deckenleuchten in Form von stilisierten Atomgittern angebracht. Wirklich sehr hübsch.

Damit endete auch schon unser kurzer Aufenthalt in Moskau. Wir verabschiedeten uns herzlich von Alex und fuhren mit dem Expresszug zum Flughafen Vnukovo, von wo aus wir in meine Heimatstadt Omsk, im asiatischen Teil von Russland, aufbrachen.

Hier sind alle Moskau-Fotos:

6 Antworten auf Moskau, Moskau – Rußland ist ein schönes Land

  1. Tamara sagt:

    Toll Bilder!!! Viel Spass euch!!!

  2. Christina sagt:

    Hey, der erste Eintrag ist da! Sieht schonmal sehr schön aus und die 28°C hören sich beneidenswert an. 🙂 liebe Grüße!

  3. V wie Vendetta ;) sagt:

    Hey, du sollst hier unbedingt noch Captcha einbauen, sonst wird es total zugemüllt.
    Schaust du auch in dein Postfach rein? Ich warte nämlich auf deine Antwort.

    V.

    • Anton sagt:

      Hi, anti-spam ist jetzt eingerichtet. mal schauen ob es auch funktioniert. wir waren bis gestern im altai und hatten kein netz deshalb bisher keine antwort, sorry.

  4. Johannes sagt:

    Endlich gehts los 😉 Viel Spaß euch zwei !

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