Pangkor – Die Insel der Nashornvögel

13-15.02.2015: Unsere Suche nach Strand-Feeling an der Westküste Malaysias führte uns auf Pulau Pangkor, ein beliebtes Wochenendausflugsziel der Kuala Lumpurnesen. Diese Insel liegt fast mittig auf der Strecke von Penang nach Kuala Lumpur, also auch für uns ideal für einen kleinen Zwischenstopp.

Eigentlich hatten wir andere Pläne, wir wollten an die Ostķüste. Dort ist es weitaus weniger entwickelt als an der urbanen Westķüste und wir freuten uns unheimlich auf die Perhentian-Inseln. Weißer Strand, wunderschöne Natur- und Tierwelt (große Leguane, Unterwasserschildkröten) und Schnorcheln bis zum Umfallen. Aber ein paar Tage vor der Abfahrt hörten wir, dass die Ostküste vom schweren Monsun heimgesucht wurde und der Fährenverkehr eingestellt wurde, geschweige denn, dass alles geschlossen war. Das Wetter hat uns also einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wir waren schon ziemlich enttäuscht. Aber so haben wir einen Grund wiederzukommen und uns die famose Ostķüste ein anderes mal anzuschauen.

Wir verließen Penang mit der Gratis-Fähre nach Butterworth, von wo wir den Bus in die Küstenstadt Lumut nahmen (19,50 RM p.P.). Anschließend noch mit der Fähre rüber nach Pangkor (Hin und Zurück 10 RM p.P.) und schon waren wir da. Wir teilten ein Taxi mit zwei anderen Deutschen zum Örtchen Teluk Nipah (5 RM p.P.) und suchten nach einer Unterkunft. Diesmal war es nicht so einfach wie sonst. Es war so gut wie alles ausgebucht, da Wochenende war und viele Malaysier auch Erholung suchten. Fast am Ende der Straße in Richtung Inland, wo der dichte Dschungel nicht weit ist, fanden wir das Pangkor Waterfall Beach Resort (40 RM p.N.). Es war zwar noch im Bau, aber wir brauchten auch nur ein Bett für ein paar Nächte. So nahmen wir eines der schon fertigen Zimmer und ließen den Abend in der Gesellschaft der anderen beiden Deutschen mit einer Flasche Smirnoff gemütlich ausklingen.

Als wir am nächsten Tag in Richtung Strand liefen, beobachteten wir ein lustiges Schauspiel in unserer Straße. Wir sahen einen Haufen witziger Vögel, die sich nach und nach an einer Stelle sammelten und auf etwas warteten. Diese Nashornvögel (oder auch Hornvögel; engl. Hornbill) sind das Markenzeichen der Insel. Wir waren neugierig, was hier eigentlich los ist, und warteten mit den Vögeln. Bald kam ein Mann mit einer Schale mit Bananenstückchen. Deswegen lungerten also die Vögel hier rum, es war Fütterungszeit. Aber nicht nur der Einheimische, jeder durfte mal die Vögel füttern. Anton traute sich als Erster. Man mußte die Banane nur hochhalten und schon kamen die Vögel auf einen zugeflogen und schnappten sich zielgenau das Stück. Unsere anfängliche Scheu vor den Vögeln und ihren riesigen Schnäbeln war auch unbegründet – sie picken nicht in die Finger, solange man die Banane ruhig hielt. Auf jeden Fall ein Riesenspass. Und das für lau!

An der Küstenstraße in Teluk Nipah war schon ziemlich viel los. Und sonst auch irgendwie alles so eng und nah beisammen. Ein Hotel neben dem anderen, überall Restaurants und Verkaufsstände. Der Strand an sich war etwas schmal und nur wenige gingen tagsüber schwimmen. Auf dem Wasser gabs ordentlich Verkehr, es waren viele Boote und Jetskis unterwegs. Gegen Abend versammelten sich dann die ganzen Malaysier am Strand um den Sonnenuntergang und das Essen an der Strandpromenade zu genießen. Im Wasser tummelten sich dann viele bekleidete Muslime. Die Malaysier mögen die Hitze und Sonne nicht so. Und so schien es, als ob alle nach Sonnenuntergang, wie Vampire aus ihren Löchern kommen und anfangen zu Leben.

Am gleichen Tag noch besorgten wir uns einen Roller, um auch den Rest der Insel abzuchecken. Die meiste Zeit führte die Straße durch Dörfer, Dschungel und an der felsigen Küste entlang. Die Fahrt war wie immer lustig, aber auch nichts wirklich besonders. Ab und zu kam mal ein kleiner Strandabschnitt, der friedlich aussah, aber mehr auch nicht.

Bei der Rückfahrt nach Teluk Nipah hielten wir zum Schwimmen noch an der benachbarten Coral Bay. Der Name ist vieleicht etwas irreführend, denn intakte Korallen gibt es hier wegen der intensiven Fischerei schon lange keine mehr. Und auch sonst bietet die Insel leider keine guten Strände.

Bis auf die Nashornvögel hat uns Pangkor nicht besonders gefallen. Deshalb entschieden wir uns auch ziemlich bald nach Kuala Lumpur weiterzufahren (Bus Lumut-Kuala Lumpur 28 RM p.P.).

Die vollständige Gallerie:

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