Vientiane – eine ruhige asiatische Hauptstadt

19-24.10.2014: Unsere letzte Station in Laos war die Hauptstadt Vientiane. Die stark französisch geprägte Stadt am Mekong ähnelt in gewisser Weise Luang Prabang. Es gibt Einiges zu besichtigen, man kann gut shoppen und obwohl es eine asiatische Großstadt ist, ist die Atmosphäre sehr entspannt.

Nach dem kurzen Partyurlaub in Vang Vieng wurde es nach einer Woche doch mal Zeit weiter zu ziehen. Madoka und Francesco hatten uns schon vor ein paar Tagen in Richtung Thailand verlassen, und so waren wir mit Adeline nur noch zu dritt unterwegs. Viele Reisende, die wir unterwegs getroffen hatten und mit denen wir uns über unsere Reisepläne ausgetauscht hatten, empfahlen uns, wenn möglich, auf unserer Reise auch Vietnam mitzunehmen. Und so kam es auch, daß wir beschlossen das Nachbarland östlich von Laos mit in unsere Reiseroute aufzunehmen.

Aber zunächst ging es von Vang Vieng aus erst mal mit dem Bus in die laotische Hauptstadt Vientiane (40000 Kip p.P.). Nach Ankunft suchten uns dort erst mal ein günstiges Zimmer. Leider war unser Wunschhotel (Vientiane Star Hotel) ausgebucht, so dass wir übergangsweise eine Nacht in einer deutlich schlechteren Absteige (Saysoli Guesthouse Vientiane, 66000 Kip) gegenüber verbringen mussten. Am nächsten Tag konnten wir dann aber doch ins Vientiane Star Hotel (100000 Kip incl. Frühstück) umziehen.

Vientiane ist, obwohl die Kolonialzeit schon etwa 70 Jahre zurückliegt, immer noch sehr stark französisch geprägt. Besonders deutlich wird das an den Straßennamenschildern, die sowohl in laotischer als auch französischer Sprache beschriftet sind. Auch alle staatlichen Einrichtungen sind bilateral beschildert. Zudem gibt es überall französische Restaurants und Weinhandlungen. Man sieht auf den Straßen viele TukTuks. Die Fahrer sind aber in der Regel weniger aufdringlich als in Thailand.

Die Tage in Vientiane nutzten wir zur Beschaffung der Visa für Vietnam. Diese werden in der vietnamesischen Botschaft ausgestellt (65 USD p.P., 3 Tage Bearbeitungszeit).

Und natürlich auch Sightseeing. Unsere ersten Ziele waren das That Dam, eine kleine Ruine einer Stupa in der Nähe der US-Botschaft, und das Patuxai, ein Triumphbogen zu Ehren der Unabhängigkeit Laos von der Kolonialherrschaft Frankreichs.

Wir besichtigten mehrere Tempel, wie den Wat Si Saket, den Wat Ong Teu und den Wat Xieng Nyeun. Diese waren meist sehr detailreich verziert, bunt bemalt und auf jeden Fall sehenswert.

Das Ufer des Mekong, der sich durch die Stadt schlängelt, eignet sich auch ganz gut für einen Spaziergang. Dort befindet sich eine 8 m-große Statue von Chao Anouvong, dem letzten König der Vientiane-Monarchie.

Auf dem Nightmarket am Mekongufer ab ca. 17 Uhr kann man alles Mögliche an Kleidung (hauptsächlich aus China), Kunst und Souvenirs käuflich erwerben. Leider gibt es dort jedoch keine Nahrungsmittel.

Dafür gibt es aber den Foodnightmarket etwa 2 km weiter nördllich, der für eine Hauptstadt aber recht klein ausfällt. Dort haben wir uns jeden Abend den Bauch vollgeschlagen mit gegrilltem Fisch und anderen Leckereien.

Zu nennen wäre an dieser Stelle auch unserer ersten Erfahrung mit frittieren Grashüpfern. Sehr knusprig, aber doch lecker.

Zu Mittag aßen wir meistens an einem kleinen Straßenstand, bei dem man für nur 10000 Kip richtig leckere Suppen serviert bekam. Falls uns doch nicht nach Suppe war, kauften wir uns ein Baguettesandwich mit Paté. Als Nachtisch gönnten wir uns leckere Fruchtshakes, die mit süßer Kondensmilch (Teapot wird in jedes Desertgericht in Asien zugegeben) versetzt waren. Allgemein stellten wir fest, dass es im Vergleich zu anderen Städten hier nicht so viel günstiges Streetfood gab.

Die Freizeit verbringen die Laoten gerne beim Bowling. Deshalb entschloßen wir (Adeline, Brigitte, Anton) dieser Tradition nachzugehen und testeten mal ihr Bowlingcenter. Dieses war noch aus den 80iger Jahren, aber es funktionierte einwandfrei und so bowlten wir nach laotischer Manier barfuß.

Zur Entspannung gab es dann Laos-Massage (im Prinzip das Gleiche wie Thai-Massage).

Laos im Allgemeinen hat uns sehr gut gefallen. Hier kann man wirklich mal abschalten. Es ist zwar weniger entwickelt und nur unwesentlich günstiger als Thailand, aber dafür bekommt man auch keinen Massentourismus geboten. Zudem ist alles etwas langsamer und entspannter. Also genau nach unserem Geschmack.

Hier noch die gesamte Galerie zu Vientiane:

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