Luang Prabang – Kuang Si und Tad Sae Wasserfälle

11-12.10.2014: Im Umland von Luang Prabang gelegen gibt es mehrere Wasserfälle, die zu den Schönsten von Laos zählen. Die bekanntesten dabei sind die Kuang Si und die Tad Sae Wasserfälle. Diese mussten natürlich auch wir uns mal anschauen.

Der erste Ausflug in das Umland von Luang Prabang führte uns zu den Kuang Si Wasserfällen. Zusammen mit unseren neuen Gefährten Fracesco, Madoka und Adeline nahmen wir uns ein TukTuk beim TukTuk-Fahrer unseres Vertrauens Tui (ca. 30 km, Hin- und Rückfahrt, 28000 Kip p.P.). Der Eintritt zu den Wasserfällen kostete nochmal 20000 Kip.

Auf dem Gelände ging es zunächst vorbei an einer Auffangstation für Bären. Diese in den (Sub-)Tropen vorkommende Gattung ist deutlich kleiner als die Bären Nordamerikas oder Rußlands und besitzt ein relativ langes, schwarzes Fell. Ganz drollig die laotischen Bären.

Dann ging es über mehrere Holzbrücken und -stege, die über kleinere Bäche gebaut waren, zum Hauptwasserlauf. Die Vegetation um die Wasserfälle herum ist definitiv tropisch, wie im richtigen Regenwald. Überall gibt es Urwaldriesen mit einem Durchmesser von mehreren Metern und zwischendrin niedrige Pflanzen mit riesigen Blättern, unter den mehrere Menschen Platz finden können. Wirklich beeindruckend.

Bevor wir den Hauptwasserfall erreichten, passierten wir mehrere kleinere, breite Wasserfälle, die uns schon erahnen ließen, welche Wassermengen uns dort erwarten würden. Es gab viele natürliche Becken, in denen Touristen schwammen. Ein richtiger natürlicher Wasserpark.

Hier noch ein Panoramablick (klicken zur Vollansicht):

Schließlich erreichten wir den größten der Kuang Si Wasserfälle. Da verschlug es uns die Sprache. Aus 85 Metern Höhe fiel das Wasser hinab. Zwischen Bäumen, zwischen Felsen. Überall sprudelte es. Etwa 50 Meter vor dem riesigen Wasserfall gab es eine Holzbrücke, über den Fluss, so daß man sich direkt in den Sprühnebel stellen konnte. Zudem konnte man, wenn einem nasse Füse nichts ausmachen, auch ganz nah an den Wasserfall heran. Unbeschreiblich. Schaut selbst:

Anschließend kletterten wir seitlich des Wasserfalls bis nach ganz oben. Auf der linken Seite gibt es vom Wasser umspülte, teils sehr verkalkte Treppen, die hinauf führen, rechts nur einen steilen Pfad. Oben kann man sogar bis ganz an den Abgrund und auch mal nach unten schauen (Geländer vorhanden). Tolle Aussicht!

Hier noch ein Panoramablick (klicken zur Vollansicht):

Wir verbrachten insgesamt gute fünf Stunden an den Wasserfällen. So viel Zeit muss man hier schon einplanen, es lohnt sich.

Der Kuang Si Wasserfall ist definitiv der Beste, den wir bisher gesehen haben. Er sollte unserer Meinung nach für jeden zum Pflichtprogramm gehören, der nach Luang Prabang kommt.

Einen Tag später machten wir noch eine Tour zu den Tad Sae Wasserfällen. TukTuk-Tui fuhr uns diesmal für 30000 Kip pro Person (5 Personen). Um zu den Wasserfällen zu gelangen mussten wir nochmal 10000 Kip für eine kurze Fahrt mit einem Longtail-Boot und 15000 Kip für den Eintritt berappen.

Die Tad Sae sind um einiges breiter aber weniger hoch als die Kuang Si Wasserfälle. Auf einer riesigen Fläche fließt das Wasser über mehrere Terassen den Berg hinab in den Fluß. Auch hier kann man an mehreren Stellen baden. Über den Wasserfällen sind Ziplines gespannt, mitten im Wasser gibt es Stege und Plattformen und nebenan noch einen Elefantenpark, von wo aus im Minutentakt Touristen auf dem Rücken der Tiere durch das Wasser geführt wurden. Die Elefanten taten uns schon etwas leid, da sie hier allem Anschein nach nicht wirklich artgerecht gehalten wurden. Die Restaurants und Souvenirstände neben den Wasserfällen taten ihr übriges dazu die Idylle zu zerstören.

Hier noch ein Panoramablick (klicken zur Vollansicht):

Auch wenn die Tad Sae Wasserfälle an sich doch sehr schön sind, ist die übertriebene touristische Ausbeutung sehr schade. Weniger wäre hier auf jeden Fall viel mehr. Drei Stunden haben uns für den Ausflug vollkommen ausgereicht.

Hier zum Schluß noch die gesamte Galerie von den Kuang Si und Tad Sae Wasserfällen:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.