Sihanoukville und ihre Inseln Koh Rong Samloem und Koh Rong

26.11.-01.12.2014: Von Kampot aus ging es weiter in die Stadt Sihanoukville am Golf von Thailand, das einzige touristische Küstengebiets Kambodschas. Dort erkundeten wir auch die angrenzenden Inseln Koh Rong Samloem und Koh Rong.

Die zweistündige Fahrt mit dem Minibus in die nächste Großstadt Sihanoukville buchten wir in einer Reiseagentur in Kampot für 5 USD p.P. Sihanoukville besitzt mehrere Strände, die mehr oder weniger touristisch sind. Wir entschieden uns für den eher chilligen und ruhigen Otres Beach, der etwas außerhalb der Stadt liegt.

In dem Ort gab es noch keine befestigte Straße aber dafür umso mehr Unterkünfte. Wir kamen unter in dem „Wish you were here“-Guesthouse (8 USD p.N.) nicht weit vom Strand. Tatsächlich strahlte auch dieser Ort sehr viel Ruhe aus und war ideal zum Relaxen am Strand ohne große Touristenmassen.

Nach zwei Nächten war uns doch mal wieder nach Abwechslung zumute. Daher buchten wir einen Schnorchelausflug auf die nahe gelegenen Inseln Koh Rong Samloem und Koh Rong (20 USD p.P.). Die nette Frau aus der Agentur schlug uns vor auch mal eine Nacht oder zwei auf einer der Inseln zu verbringen, weil es dort echt paradiesisch wäre, und mit diesem Ticket der Rückfahrttermin nicht festgelegt wäre. Das klang doch gar nicht mal so schlecht.

Morgens checkten wir also aus dem Guesthouse aus, ließen unsere großen Rucksäcke zur Verwahrung in der Reiseagentur und nahmen nur das Nötigste mit. Mit dem Tuktuk düsten wir an den Hafen und stiegen auf ein älteres, (wie sich später rausstellte) langsames Boot. Gegenüber von uns stiegen die meisten Touristen mit der gleichen Destination in ein Speedboot ein.

Auf dem Weg zum ersten Ziel, nämlich Koh Rong Samloem, machten wir zunächst einen kleinen Schnorchel- oder doch eher Schwimm-Zwischenstopp an der kleinen Insel Koh Tas. Nachdem Anton sich einigermaßen mit der undichten Schnorchelmaske arrangiert hatte, ging er auf die Suche nach Korallen und Fischen. Jedoch vergeblich! Leider war das Wasser viel zu trüb um auch nur etwas zu erkennen. Somit doch eher ein Reinfall und definitiv nicht zu vergleichen mit den von der Agentur vorgezeigten Schnorchelbildern.

Etwas enttäuscht hofften wir, dass uns wenigstens mit den Rong Inseln nicht zu wenig versprochen wurde. Als wir auf Koh Rong Samloem am Saracen Bay zum Mittagessen ankamen, verschlug es uns die Sprache. Es war tatsächlich wie das Motiv einer Postkarte. Wir liefen die halbe Bay runter auf der Suche nach einer einigermaßen günstigen Unterkunft. Die günstigen Strandhütten in der Nähe der beiden Piers, an den Rändern der 4-km-Bucht waren vergleichsweise günstig aber zumeist schon belegt. In der Mitte der Bucht waren noch welche zu haben, aber die Preise auch deutlich höher. Mit etwas Glück haben wir mittig aber doch eine ruhige und günstige Bambushütte ergattern können (FanFan Bungalows, 20 USD p.N.). Diese 3-4 Bungalows gehören einem französisch-kambodschanischen Paar. Sie führen zusätzlich noch ein Mini-Restaurant mit vernünftigen Preisen. Das Essen dort war auch vorzüglich, was in Kambodscha eher selten ist. Da es auf dieser Insel keine Shops gibt, ist man hier von den Restaurants abhängig. Abends wird ab 6 Uhr bis Mitternacht der Generator angeschaltet. Internet gibt es auf der Insel noch keins. Man vermisst es aber auch nicht wirklich.

Die meiste Zeit waren wir von dem Ausblick parallysiert und taten nichts anderes als aufs Meer zu blicken und im warmen Wasser zu schwimmen. Jedes Mal, wenn man den Bungalow verließ, war es wie ein Schlag mit einen Urlaubskatalog ins Gesicht. Es war sogar fast unmöglich etwas zu lesen. Jedes mal wenn man hochschaute, verlor man sich und vergaß, dass man am lesen war. Bei diesem traumhaften Ausblick verlängerten wir natürlich den Aufenthalt auf zwei Nächte. Wir wären gerne auch länger geblieben, aber hatten doch etwas Sorge um unsere großen Backpacks, die ja noch in der Reiseagentur auf dem Festland standen. Und wir hatten ja gesagt, wir holen sie am nächsten Tag wieder ab.

Am zweiten Tag konnten wir uns doch mal aufraffen die andere Seite der Insel zu erkunden. Der Weg führte durch den Dschungel und wir kamen an einem ruhigen eher gelben Sandstrand namens Lazy Beach an. Dieser war auch nicht zu verachten, aber der Saracen bay hatte uns dann doch eher gefallen. Es gab hier nur ein Bungalow-Resort, so dass es noch isolierter war.

Nach zwei Tagen verließen wir wehmütig die Paradiesinsel, um weiter auf Koh Rong an den Koh Toch Beach zu fahren. Die Strände standen denen der Nachbarinsel in Nichts nach, nur war hier die Insel deutlich weiter entwickelt und somit gab es auch mehr Betrieb. Die Unterkünfte und das Essen waren hier aber auch günstiger.

Also wir waren von den beiden Inseln absolut begeistert. Sowas findet man in Thailand nur noch sehr selten – paradiesisch schön und touristisch noch nicht überlaufen. Definitiv ein (Noch-)Geheimtipp!

Hier findet ihr die gesamte Gallerie:

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