Kambodscha – erster Halt Kampot

22-26.11.14: Nach einem einmontatigen Aufenthalt in Vietnam wurde es mal wieder Zeit für Abwechslung. Das nächste Land sollte nun Kambodscha sein. Nach dem Grenzübertritt war das erste Ziel das Städtchen Kampot, wo wir uns einige Tage entspannten.

In einem Reisebüro in Phu Quoc buchten wir einen Grenzübergang nach Kampot in Kambodscha mit einem Zwischenstopp in der vietnamesischen Küstenstadt Ha Tien (Phu Quoc-Kampot, 378000 Dong = 14,40 Euro p.P., 35 USD p.P. für Visa). Voller Freude auf Kambodscha verließen wir mit der Superdong-Fähre Phu Quoc in Richtung Ha Tien. Während dort unser Visumsantrag von der Reiseagentur vorbereitet wurde (???), schauten wir uns in Ha Tien um und gaben unsere letzten vietnamesischen Dongs auf dem Markt für Bananen aus.

Nach 3-4 Stunden ging es endlich weiter und wir quetschten uns mit weiteren Touristen und Gepäck in einen kleinen Minibus. Wir fühlten uns wie in einer Sardinenbüchse und mußten nun so eine Stunde Fahrt ertragen bis wir endlich den Grenzübergang zu Kambodscha erreichten. Obwohl am Grenzübertritt überhaupt nicht los war, warteten wir hier nochmals fast 1-2 Stunden bis sich ein vietnamesischer Grenzbeamter fand, der uns endlich den Gnadenstempel in den Pass zur Ausreise aus Vietnam gab. Fast jubbelnd liefen wir zum Grenzeingang von Kambodscha, um gleich schon einen ersten Dämpfer zu bekommen. Nachdem wir den offiziellen Einreisestempel am Grenzübergang nach Kambodscha bekommen hatten, war der nächste Halt an einer kleinen Bude gegenüber der Polizei, wo ein Gesundheitscheck zur Einreise erfolgen sollte. Hierbei handelte es sich nur um eine Fiebermessung, für die man 1 USD blechen sollte. Unser Minibus stand vor einer geschlossenen Schranke mit Zaun, die zu dieser Bude gehörte. Er würde nicht weiterfahren, solange nicht alle Touristen gecheckt wurden. Wir hatten bereits von dieser Masche am Grenzübergang gelesen und hatten beschlossen diese Abzocke nicht zu unterstützen. Im Moment, wo sich die Touristen an der Bude sammelten, gingen wir einfach vorbei zu den Leuten in den Bus, die bereits fertig waren. Man könnte meinen, dass hier die Polizei mit unter einer Decke steckt, da sie bei diesem inoffiziellen Check zuschaute ohne was dagegen zu unternehmen. Mit uns schlichen sich auch noch ein weiteres deutsches Paar durch. Die Polizei stellte uns nicht zur Rede, was uns nur noch weiter bestätigte, dass dies alles nur Touriabzocke ist. Im Nachhinein stellte sich auch die Temperaturmessung als Fake heraus, weil bei den meisten Touristen eine Temperatur über 38°C gemessen wurde, was definitiv nicht stimmte.

Anschließend quetschten wir uns nochmals für mehrere Stunden in den Minibus bis wir endlich in Kampot ankamen. Der erste Eindruck von Kampot war, dass es eine ruhige, friedliche, alte französische Kolonialstadt ist. Hier fanden wir ein sauberes großes Zimmer mit TV und Wifi für nur 7 USD. Wir waren vom Preis-Leistungsverhältnis begeistert. Auch die Atmosphäre dieser Stadt zog uns in den Bann, so dass wir einfach nach dem stressigen Vietnam und verhältnismäßig überteuerten Phu Quoc mehrere Tage relaxten und einfach mal nichts taten, was sowieso schwierig bei der Hitze gewesen wäre. Die alten etwas schäbigen Kolonialhäuser waren eine schöne Kulisse und auch die Sonnenuntergänge am Fluss waren nicht zu verachten.

Insgesamt war Kampot ein angenehmer Aufenthalt, um nach Vietnam wieder neue Energie.

Hier die gesamte Galerie:

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