Sydney im Schnelldurchlauf

26-27.02.2015: Nach den Unannehmlichkeiten mit der australischen Immigration und der Airline Cebu Pacific waren wir nach einem langen Flug endlich in Sydney angekommen. Der nächste Flug nach Neuseeland sollte schon in 25 Stunden sein. Nun hatten wir also ein strammes Programm vor uns, nämlich Sightseeing in Sydney in nur 12 Stunden! Ob das zu schaffen ist?

Wir saßen endlich im Flugzeug nach Sydney und waren einfach froh durchzuatmen. Den Stress mit Opodo und der Airline Cebu Pacific ließen wir in Kuala Lumpur hinter uns. Nun hieß es den langen Flug über Manila (Philippinen) fit zu überstehen, um Kraft für die Stadttour in Sydney zu sammeln. Wir landeten vormittags in Sydney. Nachdem wir durch die strengen Sicherheitskontrollen mit langen Menschenschlangen durchgekommen waren, suchten wir zunächst einen Schalter mit Gepäckaufbewahrung. Es gab einen am Flughafen, doch dieser schloss bereits um 21 Uhr, was uns jedoch zu früh war. Eine andere Alternative war das Gepäck in einem großen Schließfach unterzubringen. Dieses Schließfach fanden wir auch im Flughafen-Parkhaus (14 AUD für 12 Std). Die Müdigkeit und Erschöpfung war mittlerweile vergessen, denn wir waren jetzt einfach nur neugierig und gespannt auf Sydney. An der U-Bahn-Station des Flughafens kauften wir uns ein Tagesticket für die Hin- und Rückfahrt mit dem Airport-Link bis zur Innenstadt Sydneys (35,80 AUD pro Pers.) und machten uns spontan einen groben Besichtigungsplan. Nach 15 min Fahrt stiegen wir an der St. James-Station aus und schon standen im Hyde-Park, mitten im Herzen von Sydney. Der erste Eindruck war schon überwältigend. Die Stadt besitzt eine tolle Architektur mit einer ausgewogenen Mischung aus hohen modernen und historisch prachtvollen Gebäuden. Neben dem Park ragten die hohen Türme der beeindruckenden St. Marykathedrale in den Himmel und gegenüber die modernen Wolkenkratzer der City.


Wir verließen den Park und folgten der Haupteinkaufsstraße Richtung Circular Quay. Es war schon länger her, dass wir so gut gepflegte und saubere Straßen in einer Großstadt gesehen hatten. Es war sehr angenehm durch die Straßen zu schlendern und sich die Stadt und ihre Bewohner genauer anzuschauen. Irgendwie merkten wir beide, dass es uns Sydney angetan hatte. Nur wenn es nicht so verdammt teuer wäre! Zu Mittag aßen wir in einem Subway-Restaurant (19 AUD), weil wir auf die Schnelle nichts günstiges fanden. Auch bei unserem kleinen Einkauf in einem Stadtsupermarkt waren wir schnell mal um 35 AUD ärmer.

Als wir am berühmten Circular Quay ankamen, hatten wir einen guten Ausblick auf die Sydney Cove mit dem Sydney Opera House. Direkt am Quay befindet sich das Museum für moderne Kunst (Contemporary Art) und gegenüber vom Museum gibt es eine Anlegestelle für übergroße/riesiges Passagierschiff.

Wir gingen in Richtung Sydney Harbor Bridge an den historischen Warenhäusern „The Rocks“-Viertel vorbei, um eine bessere Sicht auf das Opern-Haus zu ergattern.

An der Sydney Harbor Bridge hatten wir eine schöne Sicht auf Lavender Bay und Kirribilli auf der anderen Flussseite.


Anschließend ging es über Millers Point durch die Stadt an dem prunkvollen Queen Victoria-Gebäude zum Rathaus. Da in kürze die Sydney Gay & Lesbian Mardi Gras Parade 2015 stattfand, wurden überall eifrig Werbung dafür gemacht. Besonders witzig fanden wir die zu GayTMs umgeschückten Geldautomaten und die wehende Regenbogenflagge am Rathaus. Auch sahen wir zum ersten Mal den „Lollipopmann“, dessen Job es war die mobile Ampelanlage zu spielen.

In der Abenddämmerung machten wir uns noch auf den Weg zum Darling Harbour, der Haupttreffpunkt der Verliebten in Sydney. Überall im Hafenbecken waren auf dem Wasser rot beleuchtete Ruderboote mit turtelnden Pärchen. Das war hübsch anzusehen, aber nach kurzer Zeit war es dann doch zuviel des Guten. Auf dem Rückweg liefen wir ein paar hundert Meter weiter geradezu auch noch in ein Freiluftkino hinein, wo gerade die Menge sich „Dirty Dancing“ anschaute. Unsere Reaktionen darauf waren unterschiedlich und reichten von „Das ist mein Lieblingsfilm“ bis „Nur über meine Leiche“.

Insgesamt hat uns Sydney sehr gut gefallen und wir waren überrascht, wieviel man doch an einem Tag zu Fuß sehen kann. Nach Asien war dieser Städtetrip in eine „westliche“ Metropole eine angenehme Abwechslung.

Übermüdet von der ganzen Lauferei und einem ereignisvollen Tag verließen wir die Innenstadt von der Town Hall U-Bahn-Station zurück an den Flughafen. Jetzt gegen 22 Uhr ging der Spaß weiter, denn wir mussten uns einen Platz zum Übernachten in der Halle suchen und hoffen, dass wir paar Stunden die Augen zukriegen. Der Flug nach Neuseeland ging erst am nächsten Tag um 12:40. Übernachten auf Sydneys Flughafen wird nicht gern gesehen. Aber darauf waren wir dank sleepinginairports.net schon vorbereitet. Da der Flughafen über Nacht schließt, wird jede Person von Sicherheitsleuten kontrolliert, ob man ein Weiterflugticket vorweisen kann. Die Sitzplätze in der Halle sind mit Lehnen getrennt, sodass es nicht möglich ist sich über mehrere Sitze hinzulegen. Also war Dösen im Sitzen angesagt. Nach einer anstrengenden Nacht mit vielleicht 2-3 Stunden Schlaf nahmen wir eine eiskalte Dusche zum Aufwachen und quälten uns zum Weiterflug. Das wünscht man echt keinem, zwei Nächte ohne richtigen Schlaf! Wir sehnten uns nur nach einem Bett, ohne wirklich zu realisieren, dass uns nun Neuseeland erwartete.

Hier gehts zur gesamten Galerie:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.